Ein 33-jähriger Mann wurde bei einem Autokauf mit einer Schusswaffe bedroht und um einen hohen Bargeldbetrag beraubt. Die Polizei sucht nach Zeugen.
Schwerer Raub in Kiel

Kiel (ost)
Am Mittwochabend versuchte ein 33-jähriger Mann, ein Fahrzeug zu kaufen, das im Internet angeboten wurde. Anstelle den Autoverkauf abzuschließen, wurden die Anbieter des Fahrzeugs ihm gegenüber mit einer Schusswaffe bedroht und beraubten ihn eines hohen fünfstelligen Bargeldbetrags, bevor sie mit dem PKW flohen. Das Kommissariat 13 der Kriminalpolizei Kiel bittet um Zeugenhinweise.
Der Geschädigte entdeckte auf einer Verkaufsplattform einen Mercedes GLE. Bei einem vorherigen Treffen einige Wochen zuvor hatte der 33-jährige bereits eine Probefahrt in dem schwarzen Mercedes mit bulgarischem Kennzeichen gemacht. Am Mittwochabend um 21:00 Uhr traf er sich erneut mit dem Verkäufer und dessen Begleiter auf einem Parkplatz in Höhe Franziusallee / Tröndelweg, um den Kauf abzuschließen. Sein 32-jähriger Bruder begleitete ihn. Während er den hohen Bargeldbetrag zählte, den er bei dem Treffen dabei hatte, zog der Verkäufer plötzlich eine Pistole und hielt sie an die Schläfe des 33-jährigen Mannes. Er nahm ihm den Umschlag mit dem Bargeld ab. Die Täter flüchteten mit dem Fahrzeug. Die beiden Geschädigten brachten sich in Sicherheit und alarmierten die Polizei mit Verzögerung, die bei der Fahndung weder das Fahrzeug noch die Täter finden konnte.
Der Verkäufer wird als etwa 175 cm groß und etwa 55 Jahre alt beschrieben. Er hatte grau melierte kurze Haare, eine kräftige Statur und trug zur Tatzeit eine blaue Jeanshose und eine Goldkette. Der Begleiter des Verkäufers war schlank und hatte einen dunklen Teint.
Die Kriminalpolizei sucht Zeugen, die die Tat beobachtet haben oder Hinweise zum Fahrzeug oder zur Identität der Täter geben können. Sie werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0431 / 160 3333 bei der Polizei zu melden. Die Polizei leitete ein Verfahren wegen des Verdachts des schweren Raubes ein.
Pauline Vogler
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Schleswig-Holstein für 2021/2022
Die Raubüberfallraten in Schleswig-Holstein stiegen zwischen 2021 und 2022 leicht an. Im Jahr 2021 wurden 963 Fälle registriert, wovon 654 gelöst wurden. Es gab insgesamt 827 Verdächtige, darunter 770 Männer und 57 Frauen. 253 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2022 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 1194, wobei 749 Fälle gelöst wurden. Es gab 894 Verdächtige, darunter 793 Männer und 101 Frauen. 310 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl von Raubüberfällen in Deutschland mit 11270 Fällen.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 963 | 1.194 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 654 | 749 |
| Anzahl der Verdächtigen | 827 | 894 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 770 | 793 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 57 | 101 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 253 | 310 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Schleswig-Holstein für 2021/2022
Die Mordraten in Schleswig-Holstein zwischen 2021 und 2022 sind rückläufig. Im Jahr 2021 wurden 74 Fälle registriert, wovon 70 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 89 Verdächtige, darunter 80 Männer und 9 Frauen. 25 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2022 wurden 70 Fälle von Mord gemeldet, von denen jedoch nur 55 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 62, darunter 56 Männer und 6 Frauen. 29 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Bayern im Jahr 2022 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 403 registrierten Fällen.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 74 | 70 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 70 | 55 |
| Anzahl der Verdächtigen | 89 | 62 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 80 | 56 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 9 | 6 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 25 | 29 |
Quelle: Bundeskriminalamt








