In Lensahn wurde eine Tankstelle überfallen, Mitarbeiterin konnte fliehen. Zwei Jugendliche vorläufig festgenommen, Polizei bittet um Zeugenhinweise.
Schwerer Raub in Lensahn, zwei Festnahmen

Lübeck (ost)
+++ Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Lübeck und der Polizeidirektion Lübeck +++
In der Nacht vom Donnerstag auf Freitag (12.03.-13.03.2026) soll es in Lensahn zu einem versuchten schweren Raub mit einer Schusswaffe an einer Tankstelle gekommen sein. Eine Angestellte konnte sich aus der Situation befreien und den Notruf wählen. Die Polizei hat zwei jugendliche Verdächtige vorläufig festgenommen und bittet um Zeugenhinweise.
Laut ersten Erkenntnissen sollen drei männliche Personen gegen 00:20 Uhr eine Tankstelle in der Dieselstraße in Lensahn aufgesucht und sich vermummt zum Nachtschalter begeben haben. Einer der Verdächtigen soll dann ans Fenster getreten sein, eine Pistole auf eine Angestellte gerichtet und die Herausgabe von Geld gefordert haben.
Die Tankstellenmitarbeiterin reagierte ruhig, zog sich in das Büro zurück und alarmierte die Polizei. Daraufhin sollen die Verdächtigen vom Gelände geflohen sein.
Die Polizei startete sofort Fahndungsmaßnahmen. Gleichzeitig nahmen zwei Polizisten die Anzeige der Tankstellenmitarbeiterin auf und sicherten Spuren.
Gegen 01:30 Uhr trafen Polizeibeamte in der Bäderstraße auf zwei Personen, die der Beschreibung der Angestellten entsprachen. Es handelt sich um zwei Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren (syrische Staatsbürgerschaft), die vorläufig festgenommen wurden, nachdem sie mit der Staatsanwaltschaft Lübeck Rücksprache gehalten hatten. Hinweise auf die dritte verdächtige Person liegen vor und werden derzeit ausgewertet.
Die Kriminalpolizeistation Oldenburg in Holstein hat die Ermittlungen wegen des Verdachts des versuchten schweren Raubes aufgenommen und bittet Zeugen, die am 13.03.2026 zwischen 00:00 Uhr und 02:00 Uhr im Bereich der Dieselstraße und Bäderstraße verdächtige Personen gesehen haben oder Hinweise zum dritten Verdächtigen geben können, sich telefonisch unter 04361 10550 oder per E-Mail unter oldenburg.kpst@polizei.landsh.de an die Ermittler zu wenden.
Dr. Jens Buscher – Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Lübeck
Anna Julia Meyer – Pressesprecherin der Polizeidirektion Lübeck
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Raubüberfallraten in Schleswig-Holstein sind zwischen 2022 und 2023 gestiegen. Im Jahr 2022 wurden 1194 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 1403 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 749 im Jahr 2022 auf 956 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 894 auf 1101, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 793 auf 1013 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 101 auf 88 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 310 auf 427. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Raubüberfällen in Deutschland mit 12625 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 1.194 | 1.403 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 749 | 956 |
| Anzahl der Verdächtigen | 894 | 1.101 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 793 | 1.013 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 101 | 88 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 310 | 427 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Mordraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 70 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 74 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 55 im Jahr 2022 auf 66 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 62 im Jahr 2022 auf 77 im Jahr 2023, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70 | 74 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 55 | 66 |
| Anzahl der Verdächtigen | 62 | 77 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 56 | 67 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6 | 10 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 29 | 28 |
Quelle: Bundeskriminalamt








