Ein Schwertransport aus Norwegen wurde aufgrund erheblicher Mängel und fehlender Genehmigung stillgelegt. Der 38-jährige Fahrer ignorierte eine Untersagung der Weiterfahrt und setzte seine Fahrt nach Deutschland fort.
Schwertransport in Kiel gestoppt

Kiel (ost)
Beamte der Wasserschutzpolizei und des Polizeibezirksreviers Kiel führten gestern Vormittag am Norwegenkai eine Kontrolle an einem Schwertransport durch. Das Fahrzeug wies erhebliche Mängel auf und hatte keine Erlaubnis für die Teilnahme am Straßenverkehr.
Nach einem Tipp aus Norwegen überprüften Beamte der Kieler Wasserschutzpolizei gemeinsam mit Beamten des Polizeibezirksreviers gegen 10:00 Uhr einen Schwertransport, der kurz zuvor mit einer Fähre aus Norwegen angekommen war und nun das Hafengelände verlassen wollte.
Der Schwertransport war mit einem Kran beladen, der etwa 50 Tonnen wog. Aufgrund seiner Breite von 3,43 Metern, seiner Höhe von 4,43 Metern und seines Gesamtgewichts von fast 73.000 Kilogramm ist die Teilnahme an Straßenverkehr für solche Schwertransporte nur mit einer speziellen Erlaubnis möglich.
Das kontrollierte Fahrzeug war bereits in Norwegen aufgefallen und hatte dort ein Fahrverbot erhalten. Der 38-jährige Fahrer hatte diese Anordnung ignoriert, indem er seine Fahrt fortgesetzt und die Fähre nach Deutschland genommen hatte.
In Kiel stellten die kontrollierenden Beamten fest, dass der Schwertransport verschiedene Mängel aufwies. Aufgrund einer unzureichenden Ladungssicherung waren falsche Anschlagspunkte gerissen und Ketten falsch angebracht. Teile der Ladung lagen lose auf dem Sattelauflieger. Auch bei den Beleuchtungseinrichtungen und dem Schmiersystem gab es technische Mängel. Der Fahrer konnte zudem keine erforderliche Genehmigung für die Teilnahme am Straßenverkehr vorweisen.
Die Polizeibeamten untersagten dem Schwertransport die Weiterfahrt. Da die Kontrolle noch vor dem Verlassen des Hafengeländes und somit nicht im öffentlichen Verkehrsraum stattfand, gab es keine Ordnungswidrigkeiten. Für die Fortsetzung des Schwertransports benötigt das betroffene Transportunternehmen neben einer einzuholenden Genehmigung nun zwei weitere, mängelfreie Zugfahrzeuge, um den Auflieger und die Zugmaschine abzutransportieren.
Björn Gustke
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Schleswig-Holstein insgesamt 32.794 Verkehrsunfälle. Davon waren 3.356 Unfälle mit Personenschaden, was 10,23% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.230 Fälle aus, was 3,75% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 292 Fällen registriert, was 0,89% aller Unfälle ausmacht. Die meisten Unfälle waren übrige Sachschadensunfälle mit 27.916 Fällen, was 85,13% aller Unfälle entspricht. Innerorts gab es 2.829 Unfälle (8,63%), außerorts (ohne Autobahnen) 1.003 Unfälle (3,06%) und auf Autobahnen 400 Unfälle (1,22%). Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 32.794 |
| Unfälle mit Personenschaden | 3.356 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.230 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 292 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 27.916 |
| Ortslage – innerorts | 2.829 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 1.003 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 400 |
| Getötete | 34 |
| Schwerverletzte | 611 |
| Leichtverletzte | 3.587 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








