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Sieverstedt: Schwerer Unfall auf A7,17-Jähriger aus Wagen geschleudert und überfahren

In den frühen Morgenstunden kam es auf der A7 zu einem schweren Verkehrsunfall, bei dem ein Jugendlicher schwer verletzt wurde.

Foto: Depositphotos

Sieverstedt/BAB7 (ost)

In den frühen Morgenstunden des 11.01.2026 ereignete sich auf der A7 ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem drei Personen verletzt wurden. Nach aktuellen Informationen der Polizei wurde ein 17-jähriger deutscher Mitfahrer eines Audi A4 aus dem Fahrzeug geschleudert und dann von einem unbekannten Auto überfahren. Es ist unklar, ob der Fahrer den Unfall bemerkt hat.

Der Audi, in dem drei Personen saßen, fuhr in südlicher Richtung auf der A7. Gegen 05:30 Uhr geriet er zwischen der Anschlussstelle Tarp und dem Parkplatz Jalmer Moor aus unbekannten Gründen ins Schleudern und überschlug sich. Dabei wurde der 17-Jährige von der Rückbank auf die linke Fahrspur geschleudert und von einem bisher unbekannten PKW überfahren. Er erlitt schwere Verletzungen und wurde mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus in Kiel gebracht.

Der Audi kam auf der Beifahrerseite liegend auf dem Seitenstreifen zum Stillstand. Der 18-jährige russische Fahrer des Unfallfahrzeugs wurde ebenfalls schwer verletzt, der 17-jährige Beifahrer erlitt leichte Verletzungen. Beide wurden mit Rettungswagen in ein Krankenhaus in Flensburg gebracht.

Es wird derzeit angenommen, dass der Fahrer des Audis keine gültige Fahrerlaubnis besitzt. Die angebrachten Kennzeichen gehörten nicht zum Unfallwagen, sie wurden vermutlich zuvor in Flensburg gestohlen. Im Fußraum des Audis fanden die Einsatzkräfte ein zweites Paar Kennzeichen. Es wird derzeit geprüft, ob es sich um die passenden Kennzeichen handelt.

Um den Unfallhergang festzustellen, wurde ein Sachverständiger von der Staatsanwaltschaft Flensburg beauftragt und das Unfallfahrzeug beschlagnahmt.

Die A7 war in südlicher Richtung bis in den späten Vormittag voll gesperrt, während der Einsatz- und Reinigungsarbeiten.

Der Fahrer des zweiten Unfallwagens ist bisher unbekannt. Es gibt derzeit keine Informationen zu diesem Fahrzeug, außer dass es sich um einen PKW handeln soll. Eine Nahbereichsfahndung war erfolglos.

Die Polizei-Autobahn- und Bezirksrevier Nord ermittelt gegen den Fahrer des Audis wegen fahrlässiger Körperverletzung, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Urkundenfälschung. Gegen den Fahrer des unbekannten Fahrzeugs wird wegen fahrlässiger Körperverletzung und Fahrerflucht ermittelt. Die Polizei bittet um Hinweise zum Unfallhergang und insbesondere zu dem unbekannten Wagen unter der Telefonnummer 04621-94520 oder per E-Mail an Schleswig.PABR@polizei.landsh.de.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Schleswig-Holstein insgesamt 32.794 Verkehrsunfälle. Davon waren 3.356 Unfälle mit Personenschaden, was 10,23% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.230 Fälle aus, was 3,75% aller Unfälle ausmacht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren 292, was 0,89% entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 27.916, was 85,13% aller Unfälle ausmacht. Innerorts ereigneten sich 2.829 Unfälle (8,63%), außerorts (ohne Autobahnen) 1.003 Unfälle (3,06%) und auf Autobahnen 400 Unfälle (1,22%). Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 32.794
Unfälle mit Personenschaden 3.356
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.230
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 292
Übrige Sachschadensunfälle 27.916
Ortslage – innerorts 2.829
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 1.003
Ortslage – auf Autobahnen 400
Getötete 34
Schwerverletzte 611
Leichtverletzte 3.587

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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