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Steinwurf auf Streifenwagen in Kiel

Ein Stein traf eine Polizeibeamtin, Ermittlungen laufen – Zeugen gesucht, Belohnung ausgesetzt

Foto: Depositphotos

Kiel (ost)

Gemeinsame Bekanntmachung von Staatsanwaltschaft Kiel und Polizeidirektion Kiel Am gestrigen Tag kam es zu einem Vorfall, bei dem aus einem Wohnhaus ein Stein auf einen Streifenwagen geworfen wurde. Der Stein traf die Frontscheibe und verletzte eine Polizeibeamtin. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Zeugenaussagen.

In der Nacht vom 1. auf den 2. Juni 2026 gegen 0:45 Uhr wurde ein Streifenwagen des 3. Polizeireviers Kiel auf dem Vorplatz eines Mehrfamilienhauses am Kurt-Schumacher-Platz von einem Pflasterstein getroffen, der die Frontscheibe durchschlug. Im Fahrzeug befanden sich zu diesem Zeitpunkt zwei Einsatzkräfte, die zuvor wegen einer Ruhestörung gerufen worden waren. Die 25-jährige Polizeibeamtin auf dem Beifahrersitz wurde an Hand und Sprunggelenk getroffen und ist nun dienstunfähig. Ihr 59-jähriger Kollege blieb unverletzt.

Nach aktuellen Erkenntnissen der Ermittler wurde der Stein mutmaßlich von einem Balkon des Mehrfamilienhauses auf den Streifenwagen geworfen. Es handelt sich um ein Bruchstück einer Gehwegplatte mit den Maßen ca. 10x20x5 cm.

Die Staatsanwaltschaft hat den Vorfall als versuchtes Tötungsdelikt eingestuft. Die Polizei hat gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Kiel die Untersuchungen aufgenommen und bittet um Zeugenaussagen. Für Hinweise, die zur Ergreifung und Verurteilung des Täters führen, wird eine Belohnung von 1.000 Euro ausgesetzt. Hinweise nimmt die Polizei unter 0431 160 / 3333 entgegen.

Michael Bimler, Staatsanwaltschaft Kiel

Stephanie Lage, Pressesprecherin der Polizeidirektion Kiel

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Mordraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 stiegen leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70 Fälle registriert, wovon 55 aufgeklärt werden konnten. Es gab insgesamt 62 Verdächtige, davon 56 Männer und 6 Frauen. 29 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der Mordfälle auf 74, von denen 66 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 77, wobei 67 Männer und 10 Frauen darunter waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen blieb mit 28 konstant. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70 74
Anzahl der aufgeklärten Fälle 55 66
Anzahl der Verdächtigen 62 77
Anzahl der männlichen Verdächtigen 56 67
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6 10
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 29 28

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Schleswig-Holstein insgesamt 32.794 Verkehrsunfälle. Davon waren 3.356 Unfälle mit Personenschaden, was 10,23% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.230 Fälle aus, was 3,75% aller Unfälle entspricht. 292 Unfälle (0,89%) wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht. Die meisten Unfälle (85,13%) waren übrige Sachschadensunfälle. Innerorts ereigneten sich 2.829 Unfälle (8,63%), außerorts (ohne Autobahnen) waren es 1.003 Unfälle (3,06%) und auf Autobahnen 400 Unfälle (1,22%). Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 32.794
Unfälle mit Personenschaden 3.356
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.230
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 292
Übrige Sachschadensunfälle 27.916
Ortslage – innerorts 2.829
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 1.003
Ortslage – auf Autobahnen 400
Getötete 34
Schwerverletzte 611
Leichtverletzte 3.587

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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