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Suchsdorf: Entschärfung einer Fliegerbombe in Kiel

Am Sonntag wird eine amerikanische Fliegerbombe entschärft, wodurch tausende Menschen evakuiert werden müssen.

Polizeidirektion Kiel
Foto: Presseportal.de

Kiel/Kronshagen (ost)

Am Sonntag wird in Kiel-Suchsdorf eine Fliegerbombe vom Kampfmittelräumdienst entschärft. In Kiel müssen 4.745 Personen aus 2.854 Haushalten ihre Wohnungen und Häuser verlassen. In Kronshagen sind 187 Haushalte mit 701 Personen betroffen. Insgesamt befinden sich 988 Adresspunkte (einschließlich Wirtschaftsgebäude und sonstige Gebäude) und 20 Kleingartenanlagen im Evakuierungsgebiet.

Während Arbeiten eines zivilen Kampfmittelräumdienstes wurde ein Hinweis auf einen Bombenfund entdeckt. Luftbilder wurden verwendet, um den Hinweispunkt zu überprüfen. An diesem Punkt wurde eine Bombe festgestellt, die entschärft werden muss.

Die zu entschärfende Bombe ist eine 250 kg schwere amerikanische Fliegerbombe mit Kopf- und Heckzünder. Die Bombe muss vor Ort von den Kampfmittelentschärfern unschädlich gemacht werden. Sie befindet sich derzeit in einer Tiefe von ca. 3 – 3,5 Metern und liegt in einer Grünfläche in der Nähe von Siedlungen.

In einem Treffen vereinbarten Vertreter des Kampfmittelräumdienstes, der Polizei, der Stadt Kiel, der Gemeinde Kronshagen und anderer beteiligter Stellen, dass die Bombe am Sonntagmorgen entschärft wird. Bis 10:00 Uhr müssen alle Bewohner im markierten Bereich ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Zur gleichen Zeit werden Straßensperrungen von der Polizei eingerichtet.

Der Evakuierungsradius beträgt etwa 1000 Meter um den Fundort. Die Bundesstraße 76 Olof-Palme-Damm zwischen den Abfahrten Kiel Holsteinknoten und Steenbeker Weg ist von der Sperrung betroffen. Der Steenbeker Weg ist zwischen der Abfahrt Bundesstraße 76 und der Projensdorfer Straße gesperrt, kann jedoch in Richtung Eckernförder Straße befahren werden. Die Eckernförder Straße bleibt in beide Richtungen befahrbar.

Der Bahnverkehr auf der Strecke Kiel – Eckernförde ist von der Sperrung nicht betroffen.

Wenn sichergestellt ist, dass niemand mehr im Sperrbereich ist, beginnen die Experten des Kampfmittelräumdienstes mit der Entschärfung der Bombe. Es kann keine genaue Dauer angegeben werden. Anwohner sollten sich jedoch auf eine mehrstündige Abwesenheit vorbereiten und an Nahrung, Getränke und benötigte Medikamente denken.

Für diejenigen, die während der Entschärfung keine andere Unterkunft finden können, stehen ab 9 Uhr Räumlichkeiten im Ernst-Barlach-Gymnasium, Charles-Roß-Ring 53, 24106 Kiel zur Verfügung.

Anwohner, die Hilfe beim Verlassen ihrer Wohnungen benötigen, sollten sich frühzeitig unter 0431 / 5905 555 beim Servicetelefon der Kieler Berufsfeuerwehr melden. Die Nummer ist am Freitag, dem 13. März, von 8 bis 16 Uhr, am Samstag, dem 14. März, von 10 bis 14 Uhr und am Sonntag ab 8 Uhr bis zum Ende des Einsatzes erreichbar.

Mitarbeiter der Stadt Kiel werden ab morgen mehrsprachige Handzettel an alle betroffenen Haushalte verteilen. Die Bevölkerung wird auch über Warn-Apps informiert. Da nicht alle Betroffenen über Medien und Handzettel erreicht werden, wird darum gebeten, sich gegenseitig zu informieren. Insbesondere sollten Menschen bedacht werden, die kein Deutsch sprechen. Weitere Informationen zur Entschärfung werden auf der Website der Stadt Kiel unter www.kiel.de/entschaerfung bereitgestellt.

Etwaige Fahrplanänderungen im öffentlichen Nahverkehr werden vom betroffenen Unternehmen auf ihrer Website (www.kvg-kiel.de) mitgeteilt.

Die Polizei wird am Evakuierungstag in den sozialen Medien über den Fortschritt des Einsatzes informieren. Die Facebook-Seite der Polizei Kiel und Plön ist unter http://t1p.de/pdkielfacebook abrufbar, der Twitter-Account lautet @SH_Polizei.

Am Einsatztag ist eine Pressesprecherin der Polizeidirektion Kiel unter der Rufnummer 0431-160-2010 erreichbar und ab 9:00 Uhr an der Ersatzunterkunft. Pressevertreter haben nach der Entschärfung die Möglichkeit, am Ort der Entschärfung O-Töne von den Mitarbeitern des Kampfmittelräumdienstes zu erhalten.

Babette Weiß, Pressesprecherin der Polizeidirektion Kiel

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Schleswig-Holstein insgesamt 32.794 Verkehrsunfälle. Davon waren 3.356 Unfälle mit Personenschaden, was 10,23% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.230 Fälle aus, was 3,75% der Gesamtunfälle entspricht. 292 Unfälle, also 0,89%, ereigneten sich unter dem Einfluss berauschender Mittel. Die meisten Unfälle, nämlich 27.916, waren übrige Sachschadensunfälle, was 85,13% entspricht. Innerorts gab es 2.829 Unfälle (8,63%), außerorts (ohne Autobahnen) 1.003 Unfälle (3,06%) und auf Autobahnen 400 Unfälle (1,22%). Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 32.794
Unfälle mit Personenschaden 3.356
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.230
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 292
Übrige Sachschadensunfälle 27.916
Ortslage – innerorts 2.829
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 1.003
Ortslage – auf Autobahnen 400
Getötete 34
Schwerverletzte 611
Leichtverletzte 3.587

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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