Am Montagabend ereigneten sich zahlreiche Verkehrsunfälle auf der BAB1, in Lübeck und Ostholstein, aufgrund von Eisglätte und nicht angepasster Geschwindigkeit.
Süsel: Verkehrsunfälle aufgrund von Glätte

Lübeck (ost)
HL- OH – BAB 1 Bad Schwartau – Sereetz
Verschiedene Verkehrsunfälle aufgrund von Glätte auf der BAB1, in Lübeck und Ostholstein
Am Montagabend (12.01.2026) ereigneten sich auf der Autobahn 1 zwischen Bad Schwartau und Sereetz zahlreiche Verkehrsunfälle aufgrund von starkem Eis auf den Straßen. Ein Reisebus mit 21 Insassen fuhr auch aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit in eine bereits gesicherte Unfallstelle. Die Autobahn musste bis in den Abend in beide Richtungen gesperrt werden. Einige Fahrzeuginsassen erlitten bei den Unfällen leichte Verletzungen, bei den meisten Unfällen blieb es bei Sachschäden. Nicht nur auf den Autobahnen, sondern auch in Lübeck und im Kreis Ostholstein kam es seit Montagnachmittag zu glättebedingten Verkehrsunfällen.
Autobahn BAB1:
Nach Beginn des gefrierenden Regens am Montagnachmittag war die Polizei ab 18.00 Uhr aufgrund zahlreicher Glätteunfälle auf der Autobahn 1 zwischen Bad Schwartau und Sereetz im Einsatz. Hier ereigneten sich innerhalb kurzer Zeit zehn Verkehrsunfälle mit mehreren beteiligten Fahrzeugen. Mehrere PKW kamen von der Straße ab und prallten gegen die Mittel- oder Außenschutzplanke, weitere PKW drehten sich auf der Straße, Sattelauflieger standen quer auf der Autobahn.
An der BAB1 in der Nähe der Ausfahrt Sereetz fuhr ein Reisebus mit 21 Passagieren in Richtung Hamburg und näherte sich mit etwa 80 km/h einer bereits gesicherten Unfallstelle. Aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit und Glätte konnte der Bus nicht rechtzeitig anhalten und prallte dann gegen die Außenschutzplanke und ein weiteres Auto. Zuvor hatten sich in diesem Bereich zwei Fahrzeuge aufgrund der Witterungsbedingungen auf der Straße gedreht.
Streufahrzeuge der Straßenmeistereien waren im Dauereinsatz, bis in den späten Abend kümmerten sich Abschleppdienste um den Abtransport der teilweise nicht mehr fahrbereiten PKW. Auch der Reisebus und Sattelzugmaschinen mussten abgeschleppt werden. Aufgrund der Vielzahl an Verkehrsunfällen, Rettungs- und Abschleppmaßnahmen blieb die BAB 1 in Richtung Norden bis 20:15 Uhr gesperrt, in Richtung Süden wurde die Autobahn 1 ab 23.00 Uhr für den Verkehr wieder vollständig freigegeben.
Lübeck:
In Lübeck kam es bis 08.00 Uhr (13.01.2026) zu sechs glättebedingten Verkehrsunfällen. So verletzte sich am Montagnachmittag ein Radfahrer im Blessensahl nach einem Sturz.
Gegen 18:25 Uhr kollidierte ein Verkehrsteilnehmer Bei der Lohmühle mit einem weißen Audi, am späten Abend stieß ein Auto in diesem Bereich auf einem Parkplatz eines Baumarktes mit abgestellten Einkaufswagen zusammen.
In der Mecklenburger Landstraße rutschte Dienstag früh gegen 03:50 Uhr ein LKW aufgrund von Straßenglätte gegen ein weiteres Sattelzuggespann. Auch in der Goethestraße und in der Korvettenstraße rutschten ab 06.00 Uhr Fahrzeuge aufgrund von Glätte und nicht angepasster Geschwindigkeit ineinander. Gegen 06:45 Uhr stürzte in Travemünde in der Straße Rose eine Frau auf dem Gehweg.
Ostholstein:
Gefrierender Regen und Straßenglätte sorgten in Ostholstein für acht Verkehrsunfälle. In Süsel kollidierte ein Autofahrer gegen 03:50 Uhr mit einem Poller, in Timmendorfer Strand geriet kurz darauf auf spiegelglatter Straße ein LKW ins Rutschen und stieß gegen ein Auto.
In Ahrensbök touchierte um 04:15 Uhr ein Räumfahrzeug ein am Fahrbahnrand geparktes Auto. Gegen 05:30 Uhr rutschte in Neustadt ein Auto gegen eine Steinmauer, ebenfalls in Neustadt verletzte sich eine Radfahrerin gegen 05:50 Uhr nach einem Sturz Am Markt.
Um 07:35 Uhr stürzte in Eutin glättebedingt ein Rollerfahrer, gegen 08.00 Uhr fuhr ein Streufahrzeug in Ratekau gegen einen Zaun.
Ulli Fritz Gerlach
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023
Die Verkehrsunfallstatistiken für Schleswig-Holstein im Jahr 2023 zeigen insgesamt 32.794 Unfälle. Davon waren 3.356 Unfälle mit Personenschaden, was 10,23% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.230 Fälle aus, was 3,75% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 292 Fällen registriert, was 0,89% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 27.916 Fälle, was 85,13% aller Unfälle entspricht. Innerorts gab es 2.829 Unfälle (8,63%), außerorts (ohne Autobahnen) 1.003 Unfälle (3,06%) und auf Autobahnen 400 Unfälle (1,22%). Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 32.794 |
| Unfälle mit Personenschaden | 3.356 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.230 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 292 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 27.916 |
| Ortslage – innerorts | 2.829 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 1.003 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 400 |
| Getötete | 34 |
| Schwerverletzte | 611 |
| Leichtverletzte | 3.587 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








