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Tanker „Arklow Forest“ unter Verdacht in Brunsbüttel

Schwerwiegende Umweltverstöße auf hoher See: Crew dokumentiert nicht, Leitender Ingenieur muss Sicherheitsleistung zahlen.

Foto: unsplash

Brunsbüttel (ost)

Während einer Inspektion wurden von Beamten schwerwiegende Verstöße gegen die Umweltvorschriften Marpol I, V und VI im Schifffahrtsverkehr festgestellt. Am 03.04.2024 überprüften Beamte der Wasserschutzpolizei ein Motorschiff unter irischer Flagge, die „Arklow Forest“, IMO 9527685, im Hafen Ostermoor in Brunsbüttel. Bei der Inspektion wurde festgestellt, dass im Öltagebuch keine Behandlungsprotokolle für ölhaltiges Bilgenwasser vorhanden waren. Dies stellt eine Verletzung der Pflicht zur Dokumentation von Vorgängen im Mülltagebuch dar und es besteht der Verdacht eines Einleitverstoßes außerhalb der deutschen Hoheitsgewässer. Zusätzlich wurde nicht dokumentiert, dass die Hauptmaschine vor der Einfahrt in die Nordsee auf schwefelarmen Kraftstoff umgestellt wurde. Nach Rücksprache mit dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) leiteten die Einsatzkräfte zwei Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen den Leitenden Ingenieur ein. Das Amtsgericht Itzehoe ordnete die Hinterlegung einer Sicherheitsleistung in Höhe von 2.103,50 EUR an. Der Erste Offizier muss sich wegen des fehlenden Unterzeichnens in einer separaten Ordnungswidrigkeitenanzeige verantworten. Ein Bericht des Flaggenstaates bezüglich der Einleitung von Ladungsrückständen wird erstellt und an das BSH geschickt. Jochen Zimmermann

Kontakt:

Polizeidirektion Itzehoe
Stabsstelle/Öffentlichkeitsarbeit
Große Paaschburg 66, 25524 Itzehoe
Telefon: +49 (0) 4821 602 – 2010
+49 (0) 4821-602 2011
Mobil: +49 (0) 171 290 11 07
0171-3375356
E-Mail: pressestelle.itzehoe@polizei.landsh.de

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Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf aktuellen Blaulichtmeldungen des Presseportals und wurde automatisch erstellt.

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