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Taschendiebe in Kiel erwischt

Die Bundespolizei konnte gestern in Neumünster zwei Taschendiebe festnehmen, die zuvor einer Frau ihr Smartphone gestohlen hatten. Die Diebe wurden durch die Videoüberwachung des Bahnhofs überführt.

Foto: Depositphotos

Kiel und Neumünster (ost)

Die Polizei hat gestern Nachmittag in Neumünster zwei Diebe festgenommen, die zuvor einer Frau in Kiel unter anderem ihr Smartphone aus der Jackentasche gestohlen hatten.

Am 17.10.24 gegen 14:15 Uhr wurde die Bundespolizei am Bahnhof Kiel auf eine junge Frau aufmerksam, die aufgeregt von einem Diebstahl ihres Smartphones und verschiedener Karten aus ihrer Jackentasche berichtete. Sie verdächtigte zwei Männer und konnte sie beschreiben. Eine sofortige Suche im Bahnhofsbereich verlief jedoch ergebnislos.

Die Auswertung der Videoüberwachung des Bahnhofs bestätigte den Diebstahl. Die Diebe stiegen kurz nach der Tat in einen Zug Richtung Neumünster, der um 14:35 Uhr abfuhr.

Ein Videoausdruck der beiden Täter wurde sofort an die Bundespolizei in Neumünster übermittelt. Diese konnte die beiden 18- und 32-jährigen marokkanischen Staatsangehörigen nach der Ankunft des Zuges identifizieren und festnehmen. Bei der Durchsuchung wurden das Smartphone und die Handyhülle gefunden und nach Abschluss der Ermittlungen an die Geschädigte zurückgegeben. Die Überprüfung der Männer ergab verschiedene Erkenntnisse zu beiden. Der 18-Jährige steht zudem im Verdacht, sich illegal im Bundesgebiet aufzuhalten.

Nach Abschluss der Ermittlungen wurden sie aufgrund fehlender Haftgründe aus den polizeilichen Maßnahmen entlassen und müssen sich wegen Diebstahls verantworten. Der 18-Jährige wird zudem wegen illegalen Aufenthalts im Bundesgebiet angezeigt. Er wurde an die Ausländerbehörde verwiesen.

Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, besonders an Orten, an denen viele Menschen zusammenkommen, auf seine Wertsachen zu achten. Taschendiebe nutzen gerne das Gedränge aus.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Taschendiebstählen in Schleswig-Holstein für 2021/2022

Die Taschendiebstahlraten in Schleswig-Holstein zwischen 2021 und 2022 sind gestiegen. Im Jahr 2021 wurden 3028 Fälle registriert, von denen 123 gelöst wurden. Es gab insgesamt 106 Verdächtige, darunter 72 Männer und 34 Frauen. 76 der Verdächtigen waren nicht-deutsch. Im Jahr 2022 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 3346, wobei 160 Fälle gelöst wurden. Es gab 157 Verdächtige, darunter 119 Männer und 38 Frauen. 109 der Verdächtigen waren nicht-deutsch. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl an Taschendiebstahlfällen in Deutschland mit 37321 Fällen.

2021 2022
Anzahl erfasste Fälle 3.028 3.346
Anzahl der aufgeklärten Fälle 123 160
Anzahl der Verdächtigen 106 157
Anzahl der männlichen Verdächtigen 72 119
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 34 38
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 76 109

Quelle: Bundeskriminalamt

Cybercrime-Statistiken in Schleswig-Holstein für 2021/2022

Die Cyberkriminalitätsraten in Deutschland sind in den Jahren 2021 und 2022 in der Region Schleswig-Holstein rückläufig. Im Jahr 2021 wurden 3035 Fälle registriert, während es im Jahr 2022 nur noch 2966 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 940 auf 815 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 787 auf 693, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl an Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 29667 Fällen.

2021 2022
Anzahl erfasste Fälle 3.035 2.966
Anzahl der aufgeklärten Fälle 940 815
Anzahl der Verdächtigen 787 693
Anzahl der männlichen Verdächtigen 544 475
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 243 218
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 127 137

Quelle: Bundeskriminalamt

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