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THW-Neubau in Itzehoe

Erster Spatenstich für neue THW-Unterkunft in Dägeling mit 97 Ehrenamtlichen und moderner Ausstattung.

Gruppenbild Spatenstich Itzehoe. Foto: THW/Michael Fründt
Foto: Presseportal.de

Kiel (ost)

Bonn/Kiel/Münsterdorf/Dägeling. Am Samstag, dem 17. Juli 2026, wurde der erste Spatenstich für das neue Quartier des THW-Ortsverbandes Itzehoe im Rahmen des THW-Bauprogramms 2020-2030 gesetzt. Dieses Bauprogramm ist ein wichtiger Bestandteil zur Stärkung des Bevölkerungsschutzes in Deutschland. Es werden bis zu 200 moderne, funktionale und nachhaltige Neubauten bundesweit für das Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) entstehen – Orte, an denen freiwilliges Engagement, technische Kompetenz und gesellschaftlicher Zusammenhalt einen Platz finden. Die Umsetzung des Neubauprojektes erfolgt in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und den Bauverwaltungen der Länder unter der Leitung des Amtes für Bundesbau Schleswig-Holstein (AfB).

In Dägeling werden auf einem etwa 18.400 Quadratmeter großen Baugrundstück beim Katastrophenschutzzentrum des Kreises Steinburg ein Gebäude mit 630 Quadratmetern Nutzfläche und eine Halle mit 18 Stellplätzen entstehen. Für die Fachgruppe Trinkwasserversorgung wird ein separates Gebäude mit angrenzenden Carports von etwa 730 Quadratmetern errichtet. Der Neubau wird die Heimat von 97 Ehrenamtlichen sein und ausreichend Platz für den Technischen Zug mit seiner Bergungsgruppe sowie den Fachgruppen Räumen, Trinkwasserversorgung und Notversorgung / Notinstandsetzung sowie der Schnell-Einsatz-Einheit Wasser Ausland (SEEWA) bieten. Diese Baumaßnahme wird gemeinsam von der BImA, der Landesbauverwaltung Schleswig-Holstein und dem THW durchgeführt. Die serielle, systematisierte Bauweise ermöglicht eine Fertigstellung in weniger als einem Jahr.

Der Ortsverband Itzehoe ist einer von bis zu 200 THW-Standorten bundesweit, an denen die Unterbringung der Ehrenamtlichen nicht mehr den aktuellen Anforderungen entspricht. Daher werden zunächst 60 neue THW-Liegenschaften mit Fahrzeughallen errichtet – eine davon für den Ortsverband Itzehoe.

Es ist notwendig, bundesweit neue Gebäude zu errichten, da viele THW-Unterkünfte im Laufe der Jahre nicht mehr den gestiegenen Anforderungen an eine moderne Unterbringung entsprechen. Es gibt einen Mangel an Platz für die wachsende und vielfältiger gewordene Technik. Die Gebäude entsprechen nicht mehr aktuellen Energie- und Umweltstandards. Auch sind die THW-Liegenschaften für die Anzahl an Einsatzkräften zu klein geworden, es fehlen ausreichend dimensionierte Sanitärbereiche, insbesondere für Frauen und Mädchen. „Angesichts veränderter weltpolitischer Gegebenheiten sind modernere THW-Liegenschaften der richtige Weg in die Zukunft zu einem einsatzbereiteren und resilienteren Zivilschutz“, erklärt THW-Präsidentin Sabine Lackner.

Der Ortsverband Itzehoe wurde 1952 gegründet und gehört zum Landesverband Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein. Hier sind ein Technischer Zug mit Zugtrupp, eine Bergungsgruppe und die Fachgruppen Notversorgung/ Notinstandsetzung, Räumen, Trinkwasserversorgung und die Schnell-Einsatz-Einheit Wasser Ausland (SEEWA) stationiert. Die ehrenamtlichen THW-Kräfte sind in die örtliche Gefahrenabwehr der Region eingebunden und nehmen auch an größeren THW-Einsätzen auf Bundes- und Landesverbandsebene teil. Bei Schadensereignissen wie Hochwasser, Bränden, größeren Verkehrsunfällen oder Gebäudeeinstürzen, aber auch zur Trinkwasseraufbereitung sind sie im Einsatz.

Moderne Unterkünfte stärken Zivilschutz

Die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa und weltweit hat auch Auswirkungen auf die strategische Ausrichtung des Technischen Hilfswerks. Um besser auf neue Bedrohungsszenarien wie Ausfälle kritischer Infrastrukturen oder großflächige Schadenslagen vorbereitet zu sein, ist eine Anpassung der Strukturen, Ausrüstung und Ausbildungsinhalte des THW erforderlich. Dazu gehören auch moderne Liegenschaften.

Im Landesverband Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein engagieren sich rund 6.500 Menschen in 59 Ortsverbänden und einem Stützpunkt. Dort treffen sie sich, führen Übungen durch und fahren von dort mit ihrer Ausstattung zu Einsätzen. Funktionale, gut ausgestattete Gebäude mit ausreichend Platz für Einsatzkräfte und Material signalisieren den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern Wertschätzung für ihre Einsatzbereitschaft. Dies stärkt ehrenamtliches Engagement, das die Basis für den Zivil- und Katastrophenschutz bildet.

Außerdem bieten die Neubauten mehr Raum für Ausbildungen und Übungen der Einsatzkräfte. Die auf die Einsatzanforderungen ausgerichteten THW-Fahrzeuge, die im Laufe der Jahre größer geworden sind, und das vielfältige Material finden in den modernen Fahrzeughallen ausreichend Platz. Beim Bau der neuen, barrierefreien Gebäude spielen Energieeffizienz, Klimaschutz und Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. Integrierte Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen auf Gebäuden und Hallen erhöhen zusätzlich die Energieunabhängigkeit der Ortsverbände im Falle eines Stromausfalls.

Hintergrundinformationen

Ziel des Bauprogramms ist es, THW-Liegenschaften in einer seriellen, systematisierten und kostensparenden Bauweise zu errichten. Das Bau- und Dienstleistungsunternehmen Goldbeck hat die Ausschreibung des ersten Rahmenvertrags gewonnen, der die Umsetzung von bis zu 60 neuen THW-Unterkünften vorsieht.

Bauherrin und Eigentümerin der neuen Unterkünfte ist die BImA. Sie ist das zentrale Immobilienunternehmen des Bundes und gehört zum Geschäftsbereich des Bundesfinanzministeriums. Aufgabenschwerpunkte sind das einheitliche Immobilienmanagement des Bundes, Immobilienverwaltung und -verkauf sowie die forst- und naturschutzfachliche Betreuung der Geländeliegenschaften. Die BImA verfügt zudem über ein großes Angebot an bezahlbarem Wohnraum, den sie primär im Rahmen der Wohnungsfürsorge Bundesbediensteten zur Verfügung stellt. Beim Neubau von Gebäuden setzt sie als Bauherrin auf moderne, nachhaltige Technologien und Bauweisen.

Das Gesamtprojektmanagement zum THW-Bauprogramm und der dafür geschlossene Rahmenvertrag liegen federführend beim AfB für die Bundesbauverwaltungen der Länder. Die Landesbauverwaltung Schleswig-Holstein ruft die Planungs- und Bauleistungen aus diesem Rahmenvertrag über Einzelabrufe beim Rahmenvertragspartner (Goldbeck) ab und überwacht die weitere Realisierung.

Das THW ist die ehrenamtlich getragene Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit rund 88.000 Freiwilligen bildet die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinen Fachleuten, seiner Technik und seinen Erfahrungen ist das THW im Auftrag der Bundesregierung bundes- und weltweit gefragt, wenn Notlagen dies erfordern. Auch technische und logistische Aufgaben im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union sowie im Auftrag von VN-Organisationen gehören zu den Aufgaben des THW. Mehr Informationen zum Engagement des THW im In- und Ausland finden Sie unter www.thw.de und Informationen zum Landesverband Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein sind unter www.thw.de/hhmvsh abrufbar.

Quelle: Presseportal

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