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Totschlag in Kiel

Polizei sucht Zeugen nach schwerer Auseinandersetzung. Ermittlungen wegen versuchtem Totschlag und Körperverletzung. Hinweisportal freigeschaltet.

Foto: Depositphotos

Kiel (ost)

Gemeinsame Bekanntmachung von der Staatsanwaltschaft Kiel und der Polizeidirektion Kiel

In der Nacht von Samstag auf Sonntag gab es in der Bergstraße eine verbale und körperliche Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen. Mehrere Personen wurden verletzt, einige davon schwer. Die Polizei ermittelt unter anderem wegen versuchten Totschlags und sucht nun Zeugen des Vorfalls.

Die Beteiligten sind nach aktuellen Ermittlungen Männer im Alter von 18 bis 30 Jahren. Aus einem zunächst verbalen Streit vor einem Kiosk in der Bergstraße um 01:10 Uhr entwickelte sich eine Schlägerei, bei der die Täter teilweise bewaffnet waren und aufeinander losgingen. Mehrere Personen erlitten schwere Verletzungen und mussten im Krankenhaus behandelt werden. In einem Fall deuten die Verletzungen auf eine derartige Gewaltanwendung hin, dass ein Anfangsverdacht auf ein Tötungsdelikt besteht.

Nachdem die Einsatzkräfte eintrafen, flüchteten mehrere Beteiligte über die Hinterhöfe der Blocksbergstraße.

Die Kriminalpolizei Kiel und die Staatsanwaltschaft ermitteln wegen versuchten Totschlags, gefährlicher Körperverletzung und Beteiligung an einer Schlägerei. Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben, werden gebeten, sich unter 0431-160 3333 zu melden.

Das Hinweisportal der Landespolizei Schleswig-Holstein ist ab sofort aktiviert, auf dem unter folgendem Link Videos oder Fotos hochgeladen werden können: https://sh.hinweisportal.de/

Michael Bimler / Staatsanwaltschaft Kiel

Ricarda Blucha / Polizeidirektion Kiel

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Mordraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 stiegen leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70 Fälle registriert, von denen 55 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 62 Verdächtige, darunter 56 Männer und 6 Frauen. 29 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der registrierten Fälle auf 74, wobei 66 Fälle aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 77, wobei 67 Männer und 10 Frauen verdächtigt wurden. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen sank auf 28. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70 74
Anzahl der aufgeklärten Fälle 55 66
Anzahl der Verdächtigen 62 77
Anzahl der männlichen Verdächtigen 56 67
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6 10
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 29 28

Quelle: Bundeskriminalamt

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