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Uetersen: Flugzeugabsturz in Baumkronen

Ein Kleinflugzeug stürzte in Baumkronen, doch der Pilot blieb unverletzt. Einsatzkräfte arbeiteten ruhig und professionell zusammen, um den Piloten zu retten.

Foto: Unsplash

Pinneberg (ost)

Datum: Sonntag, 08. September 2024, 08:50 Uhr +++ Einsatzort: Heist, Schlackenweg +++ TH G FLUG1 (Technische größer Standard, Kleinflugzeug/Hubschrauber in Wald)

Heist- Am Sonntagmorgen ereignete sich ein gemeldeter Flugzeugabsturz in unmittelbarer Nähe des Flugplatzes Uetersen-Heist. Die Feuerwehren aus Appen und Heist wurden um 08:50 Uhr mit dem Alarmstichwort TH G FLUG1 und dem Einsatzzusatz Kleinflugzeug/Hubschrauber im Wald alarmiert.

Kurz nachdem die ersten Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, konnte die gemeldete Situation bestätigt werden. Die Rettungskräfte entdeckten ein Kleinflugzeug, das etwa 23 Meter hoch in den Baumkronen hing.

Umgehend wurde Kontakt zu den verunglückten Piloten aufgenommen. Der Brandschutz wurde von beiden Seiten aufgebaut und jeweils mit einer Atemschutztruppe besetzt. Da schnell klar wurde, dass aufgrund der Bäume kein Hubrettungsfahrzeug wie eine Drehleiter aufgestellt werden konnte, ließ Einsatzleiter Kai Ludewigs (Wehrführer Feuerwehr Heist) sofort die Höhenretter des THWs Pinneberg nachalarmieren.

Gleichzeitig wurde über die Leitstelle ein Rettungshubschrauber mit Winde angefordert.

Um im Falle eines weiteren Absturzes des Flugzeugs vorzusorgen, wurden rund um die Unfallstelle kleine Äste/Bäume aus dem Unterholz entfernt und 3 Sprungretter aufgestellt. Dies sollte den Aufprall auf den Boden abfedern. Dafür wurden die Feuerwehren aus Tornesch und Uetersen nachalarmiert.

Nach einer kurzen Besprechung mit allen beteiligten Hilfsorganisationen wurde beschlossen, den Versuch zu starten, den Piloten mithilfe des Rettungshubschraubers und der Winde aus dem verunglückten Flugzeug zu retten.

Der Rettungshubschrauber musste äußerst vorsichtig vorgehen, um darauf zu achten, wo die Abwinde des Hubschraubers auf die Bäume trafen. Man wollte verhindern, dass das verunglückte Flugzeug weiter abstürzte. Nach etwa 5 Minuten hatte der Hubschrauber die richtige Position gefunden und ein Crewmitglied konnte sich zum verunglückten Flugzeug abseilen. Kurz darauf konnten der verunglückte Pilot und das abgeseilte Crewmitglied aus dem Flugzeug gerettet werden. Nach einer medizinischen Untersuchung wurde der Pilot unverletzt vom Rettungsdienst entlassen.

Dank der guten Zusammenarbeit der verschiedenen Hilfsorganisationen konnte der ungewöhnliche Einsatz ruhig und professionell abgewickelt werden.

Zur weiteren Absicherung der Unglücksstelle wurde das THW Elmshorn nachalarmiert.

Der stellvertretende Kreiswehrführer Christian Grundorf machte sich vor Ort ein Bild der Lage und stand der örtlichen Einsatzleitung beratend zur Seite.

Zu Ursache und Schadenshöhe des Unfalls kann die Feuerwehr keine Angaben machen.

Eingesetzte Kräfte:

Feuerwehr Heist: 32 Einsatzkräfte mit 5 Fahrzeugen, Feuerwehr Appen: 30 Einsatzkräfte mit 4 Fahrzeugen, Feuerwehr Uetersen: 14 Einsatzkräfte mit 3 Fahrzeugen, Feuerwehr Tornesch: 9 Einsatzkräfte mit 1 Fahrzeug, KFV-Pinneberg: 2 Einsatzkräfte mit 2 Fahrzeugen, THW-Pinneberg: 10 Einsatzkräfte mit 2 Fahrzeugen, THW-Elmshorn: mit 3 Fahrzeugen, Rettungsdienst-RKiSH: 6 Einsatzkräfte mit 4 Fahrzeugen, Rettungshubschrauber Christoph Hansa: 3 Einsatzkräfte, Polizei/Kripo: 7 Einsatzkräfte mit 3 Fahrzeugen

Quelle: Presseportal

nf24