Ein Verkehrsunfall zwischen Fahrradfahrerin und E-Scooter-Fahrer endet mit Verletzungen und alkoholisierten Fahrerermittlungen.
Unfall mit E-Scooter in Lübeck

Lübeck (ost)
Am Dienstagmorgen (28.07.2026) gab es in der Innenstadt von Lübeck einen Verkehrsunfall zwischen einer Radfahrerin und einem E-Scooter-Fahrer. Beide Personen wurden verletzt und vom Rettungsdienst in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht. Es besteht der Verdacht, dass der Fahrer des E-Scooters betrunken war. Die Polizei hat die Untersuchungen aufgenommen.
Um 06:30 Uhr fuhr eine 59-jährige Lübeckerin mit ihrem Fahrrad auf dem geteilten Rad- und Fußweg der Willy-Brandt-Allee entlang der Trave, vorbei an der Musik- und Kongresshalle, in Richtung des Holstentors. Kurz hinter der Holstenhafenbrücke kam ihr ein 45-jähriger E-Scooter-Fahrer entgegen. Dieser soll den Roller nach aktuellen Informationen in Schlangenlinien geführt haben. Obwohl die Radfahrerin ihn gewarnt hatte, kollidierte der 45-jährige Fahrer mit der Frau. Beide stürzten und wurden mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.
Während der Untersuchung vor Ort stellten die Polizisten verschiedene Anzeichen für Alkoholkonsum beim 45-jährigen Lübecker fest. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen vorläufigen Wert von 2,06 o/oo. Daraufhin ordneten die Beamten die Entnahme einer Blutprobe an.
Es gab auch Hinweise darauf, dass der E-Scooter mit mehr als 20 km/h gefahren sein könnte. Unter diesen Umständen besteht der Verdacht, dass der Verdächtige ohne gültige Fahrerlaubnis und ohne die erforderliche Versicherung gefahren sein könnte. Bei einer weiteren Überprüfung des Fahrzeugs stellten die Beamten fest, dass das mitgeführte Versicherungskennzeichen nicht für das Fahrzeug registriert war. Sowohl der E-Scooter als auch das Versicherungsschild wurden von den Beamten beschlagnahmt.
Die Polizei hat nun die Ermittlungen gegen den E-Scooter-Fahrer (äthiopische Staatsangehörigkeit) aufgenommen. Die Ermittlungen umfassen unter anderem den Verdacht des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, den Verdacht der Gefährdung des Straßenverkehrs aufgrund von Alkoholkonsum sowie den Verdacht der Urkundenfälschung.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Schleswig-Holstein insgesamt 32.794 Verkehrsunfälle. Davon waren 3.356 Unfälle mit Personenschaden, was 10,23% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.230 Fälle aus, was 3,75% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 292 Fällen registriert, was 0,89% aller Unfälle entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 27.916 Fälle, was 85,13% ausmacht. Innerorts ereigneten sich 2.829 Unfälle (8,63%), außerorts (ohne Autobahnen) 1.003 Unfälle (3,06%) und auf Autobahnen 400 Unfälle (1,22%). Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 32.794 |
| Unfälle mit Personenschaden | 3.356 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.230 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 292 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 27.916 |
| Ortslage – innerorts | 2.829 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 1.003 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 400 |
| Getötete | 34 |
| Schwerverletzte | 611 |
| Leichtverletzte | 3.587 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








