Zoll und Polizei kontrollieren Transportfahrzeuge auf Alkohol- und Drogeneinfluss sowie Schwarzarbeit. Verdächtige erhalten Blutprobe und riskieren Bußgeld und Fahrverbot.
Verkehrskontrolle in Kaltenkirchen

Nützen/Kaltenkirchen (ost)
Beamte des Hauptzollamts Itzehoe und der Polizeidirektion Bad Segeberg führten am Montag (07.09.2026) in Kaltenkirchen in der Straße Op’n Camp nahe des örtlichen Baumarktes eine gemeinsame Verkehrskontrolle durch. Zwischen 08:30 und 13:15 Uhr wurden hauptsächlich Transportfahrzeuge von 20 Beamtinnen und Beamten kontrolliert, wobei der Schwerpunkt auf Alkohol-, Drogen- und Medikamenteneinfluss sowie Schwarzarbeit lag.
Insgesamt wurden 273 Fahrzeuge von den Einsatzkräften überprüft. Bei acht männlichen Fahrern verschiedener Nationalitäten bestand der Verdacht auf Drogeneinnahme, darunter einmal Kokain und ansonsten THC. Die jungen Männer im Alter von 19 bis 26 Jahren wurden auf Anordnung der kontrollierenden Beamten einem Arzt zur Blutentnahme vorgeführt. Darüber hinaus wurde die Weiterfahrt untersagt.
Bei einer Überschreitung des Grenzwerts im Bluttest drohen 500 Euro Bußgeld, zwei Punkte im Flensburger Verkehrszentralregister und ein einmonatiges Fahrverbot.
Zwei junge Spanier fielen auf, da sie keinen Führerschein besaßen. Einer von ihnen präsentierte zudem einen gefälschten Führerschein. Beiden drohen Anzeigen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und in einem Fall wegen Urkundenfälschung.
Zusätzlich wurden acht Verstöße gegen die Anschnallpflicht geahndet. Bei einem 20-jährigen Kosovaren bestand der Verdacht auf illegalen Aufenthalt. Es wurden keine Verstöße gegen Arbeitsrecht festgestellt.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 10.944 Fälle erfasst, während es 2023 nur noch 10.838 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank von 9.931 auf 9.644. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 8.645 auf 8.326 zurück. Darunter waren 7.470 männliche Verdächtige und 1.175 weibliche Verdächtige. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1.664 auf 1.795. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 10.944 | 10.838 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 9.931 | 9.644 |
| Anzahl der Verdächtigen | 8.645 | 8.326 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 7.470 | 7.225 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.175 | 1.101 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.664 | 1.795 |
Quelle: Bundeskriminalamt








