Die Polizei stellt sechs Drogenverstöße bei jungen Fahrern fest, darunter Cannabis-Einfluss und gefälschte Führerscheine.
Verkehrskontrolle in Kaltenkirchen

Kaltenkirchen (ost)
Die Polizei in Bad Segeberg setzt ihre Kontrollen zur Überprüfung der Fahrtüchtigkeit fort und stellt erneut mehrere Verstöße fest.
Am gestrigen Mittwoch (30.09.2026) führten Einsatzkräfte in der Straße Op’n Camp in Kaltenkirchen erneut eine Verkehrskontrolle durch, bei der der Einfluss von Alkohol, Drogen und Medikamenten im Fokus stand.
Zwischen 12:00 und 18:00 Uhr überprüften 21 Einsatzkräfte etwa 300 Fahrzeuge und deren Fahrer. Dabei bemerkten die Polizisten bei sechs jungen Männern im Alter von 19 bis 28 Jahren Anzeichen für den Konsum von Cannabis. Es handelte sich um fünf Autofahrer (deutsch, ukrainisch, tschechisch) und den Fahrer eines E-Scooters (deutsch). Der E-Scooter-Fahrer war bereits an der Kontrollstelle vorbeigefahren, hatte jedoch einen starken Geruch von Cannabis hinterlassen und so die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Auf Anweisung der Beamten entnahm eine Ärztin den Männern Blutproben. Zudem untersagten die Polizisten die Weiterfahrt und nahmen die Fahrzeugschlüssel in Verwahrung.
Aufgrund fehlenden Wohnsitzes in Deutschland verlangten die Einsatzkräfte von dem Tschechen eine Sicherheitsleistung.
Bei einer Überschreitung des Grenzwerts in der Blutuntersuchung drohen den Fahrern ein Bußgeld von 500 Euro, drei Punkte im Flensburger Verkehrszentralregister und ein einmonatiges Fahrverbot.
Bei einem 44-jährigen Georgier aus der Umgebung stellten die kontrollierenden Beamten einen vermutlich gefälschten Führerschein sicher. Der Fahrer sieht sich einem Strafverfahren wegen Urkundenfälschung und Fahrens ohne Fahrerlaubnis gegenüber.
Ein 25-jähriger Mann aus Hasloh wurde mit einem Fahrzeug mit falschen Kennzeichen kontrolliert. Zudem besaß er keinen Führerschein und das Auto war nicht ordnungsgemäß versichert. Die Beamten leiteten ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Urkundenfälschung, Kennzeichenmissbrauch und Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz ein.
Zusätzlich wurden elf Verkehrsordnungswidrigkeiten geahndet, hauptsächlich wegen Nichtbeachtung der Anschnallpflicht oder in einem Fall wegen Nichtbeachtung von Haltesignalen.
Trotz vorübergehender Straßensperrungen und den damit verbundenen Verzögerungen äußerten zahlreiche Verkehrsteilnehmer ihre Zustimmung zu den durchgeführten Kontrollen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 10944 Fälle erfasst, wovon 9931 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen lag bei 8645, wobei 7470 männliche und 1175 weibliche Verdächtige waren. 1664 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 wurden 10838 Fälle registriert, von denen 9644 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 8326, darunter 7225 Männer und 1101 Frauen. 1795 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 10.944 | 10.838 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 9.931 | 9.644 |
| Anzahl der Verdächtigen | 8.645 | 8.326 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 7.470 | 7.225 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.175 | 1.101 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.664 | 1.795 |
Quelle: Bundeskriminalamt








