Zahlreiche Verstöße bei europaweiter Aktionswoche festgestellt. Einsatzkräfte kontrollierten 200 Fahrzeuge auf Alkohol, Drogen und Verkehrsverstöße.
Verkehrskontrolle in Lübeck

Lübeck (ost)
Während einer festen Verkehrskontrolle des 2. Polizeireviers Lübeck im Rahmen der europaweiten ROADPOL-Aktionswoche (European Roads Policing Network) wurden am Montag (15.06.2026) zahlreiche Verkehrsverstöße festgestellt. Die Kontrolle fand in der Einsiedelstraße im Lübecker Stadtteil St. Lorenz Nord statt.
Am Montag (15.06.2026) führten Polizeibeamtinnen und -beamte des 2. Polizeireviers Lübeck von 10:00 bis 18:00 Uhr eine feste Verkehrskontrolle in der Lübecker Einsiedelstraße durch. Diese Aktion war Teil der europaweiten ROADPOL-Aktionswoche „Alcohol & Drugs“, bei der etwa 200 Fahrzeuge überprüft wurden. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte vom Kommunalen Ordnungsdienst der Hansestadt Lübeck, dem Zollamt Lübeck und dem Ortsverband Lübeck des Technischen Hilfswerks. Insgesamt waren 27 Personen an der Kontrolle beteiligt.
Die Kontrollstelle wurde für den Verkehr eingerichtet, der in Richtung Eric-Warburg-Brücke unterwegs war. Das Hauptziel war es, Fahrten unter dem Einfluss von Alkohol, Drogen oder Medikamenten zu erkennen.
Während der Kontrolle identifizierten die Einsatzkräfte drei Fahrzeugführer, bei denen der Verdacht bestand, dass sie unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln standen. In zwei Fällen war der Vortest positiv auf THC, in einem weiteren Fall wurden THC und Amphetamin nachgewiesen. Darüber hinaus fanden die Beamten in diesem Fahrzeug eine kleine Menge Amphetamine, die beschlagnahmt wurde.
Ein anderer Fahrzeugführer roch nach Alkohol. Ein anschließender Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,28 mg/l, was etwa 0,56 Promille im Blut entspricht.
Bei einem Mitfahrer wurde eine geringe Menge Kokain entdeckt. Gegen die betreffende Person wurde ein Ermittlungsverfahren nach dem Betäubungsmittelgesetz eingeleitet.
Insgesamt drei Fahrzeugführer waren ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs. Darunter war ein polnischer Fahrer, dem die Fahrerlaubnis bereits vor Jahren entzogen wurde. Außerdem wurde der Fahrer eines Kleinkraftrades kontrolliert, der nicht die erforderliche Fahrerlaubnisklasse hatte.
Ein weiterer Fahrzeugführer verhielt sich besonders auffällig, indem er bei Erkennen der Kontrollstelle im stockenden Verkehr wendete und versuchte, der Kontrolle zu entkommen. Das Fahrzeug wurde von einem nachfolgenden Einsatzfahrzeug eingeholt und überprüft. Es stellte sich heraus, dass dem Fahrer im April 2026 die Fahrerlaubnis aufgrund von acht Punkten im Fahreignungsregister entzogen wurde. Der Führerschein wurde entsprechend eingezogen.
Bei einem Fahrzeugführer fanden die Beamten einen in der Fahrertür griffbereit aufbewahrten Teleskopschlagstock sowie ein Einhandmesser. Entsprechende Maßnahmen und Verfahren nach dem Waffenrecht wurden eingeleitet.
Neben der Einleitung strafrechtlicher Ermittlungsverfahren ahndeten die Einsatzkräfte eine Vielzahl von Verkehrsordnungswidrigkeiten. In 13 Fällen war der Sicherheitsgurt nicht angelegt, sieben Fahrzeugführer benutzten während der Fahrt unrechtmäßig ein Mobiltelefon. Weitere 91 Verstöße wurden im Bereich anderer Verkehrsordnungswidrigkeiten festgestellt. Dazu gehörten Fahrzeuge mit erloschener Betriebserlaubnis, mangelhafter Bereifung, fehlenden Kindersitzen, unzureichender Ladungssicherung von Hunden sowie einer Gasflasche als Gefahrgut. Allein für den letzten Verstoß ist ein Bußgeld von 500 Euro möglich.
Außerdem wurden Verstöße aufgrund der Nutzung einer Blitzer-Warn-App, einer abgelaufenen Hauptuntersuchung, fehlender Fahrzeugdokumente sowie einer nicht rechtzeitig gemeldeten Führerscheinabnahme festgestellt. In 42 Fällen führten Verkehrsteilnehmer das vorgeschriebene Warn- oder Erste-Hilfe-Material nicht mit.
Ein Fahrzeug wurde wegen des Verdachts einer Manipulation an der Abgasanlage zur weiteren technischen Begutachtung einem Sachverständigen übergeben. Die Einsatzkräfte stellten auch fest, dass eine kontrollierte Person zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben war. Außerdem gab es Hinweise auf Schwarzarbeit bei drei polnischen Staatsangehörigen. Diese Informationen wurden an die zuständigen Behörden weitergeleitet.
Die kontrollierten Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer reagierten größtenteils positiv auf die Kontrollmaßnahmen. Viele zeigten Verständnis für die Kontrollen und deren Ziel, die Verkehrssicherheit zu verbessern und die Risiken von Alkohol- und Drogenfahrten zu verringern.
Quelle: Presseportal








