In Kiel gab es mehrere Verkehrsunfälle aufgrund von LKW-Fahrern, die die Höhenbegrenzung missachteten. Polizei führt Kontrollen durch, um weitere Verstöße zu verhindern.
Verkehrskontrollen in Kiel

Kiel (ost)
In den letzten Tagen ereigneten sich mehrere Verkehrsunfälle in der Alten Lübecker Chaussee, bei denen Lastwagenfahrer ein Durchfahrtverbot ignorierten und daraufhin eine Eisenbahnbrücke touchierten.
Die drei Unfälle am Montag und Mittwoch führten jeweils zu vorübergehenden Sperrungen der Alten Lübecker Chaussee für den Verkehr sowie den Bahnverkehr der kreuzenden Bahnstrecke. Währenddessen prüften Bauingenieure und Techniker, ob durch die Berührungen an der Brücke Schäden entstanden sind, die eine Gefahr für den Straßen- und Bahnverkehr darstellen könnten. Nach der Prüfung wurde der Verkehr wieder freigegeben.
Als Sofortmaßnahme zur Verhinderung weiterer Unfälle überwachen Polizeibeamte des Polizeibezirksreviers seit Mittwoch regelmäßig den Verkehr vor Ort, teilweise auch gemeinsam mit dem Kommunalen Ordnungsdienst der Landeshauptstadt Kiel. Bei den Kontrollen wurden bisher keine weiteren Verstöße gegen die Höhenbegrenzung von 3,60 m und das daraus resultierende Durchfahrtverbot für höhere Fahrzeuge festgestellt.
Die Landesmeldestelle für den Verkehrswarndienst hat seit einigen Wochen eine Verkehrswarnmeldung für den Bereich der vorübergehenden Höhenbeschränkung auf 3,60 m in das TIC-System (Traffic and Travel Information Services) eingetragen. Bei Gesprächen mit Verkehrsteilnehmern stellte sich jedoch heraus, dass diese ihre Navigationsgeräte im Fahrzeug nicht aktualisiert hatten und die Warnmeldung daher nicht angezeigt wurde. Die Polizei empfiehlt daher, die Navigationsgeräte immer auf dem neuesten Stand zu halten.
Die Polizei wird auch weiterhin entsprechende Kontrollen in der Alten Lübecker Chaussee durchführen. Verstöße gegen das Durchfahrtverbot werden konsequent bestraft. Verkehrsteilnehmer müssen in solchen Fällen mit einem Bußgeld von mindestens 40 Euro rechnen.
Björn Gustke
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2022
Im Jahr 2022 gab es insgesamt 82.697 Verkehrsunfälle in Schleswig-Holstein. Davon waren 11.651 Unfälle mit Personenschaden, was 14,09% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 2,12% der Gesamtzahl aus, was 1.753 Unfällen entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren mit 382 Fällen oder 0,46% vertreten. Die meisten Unfälle (83,33%) waren übrige Sachschadensunfälle, insgesamt 68.911. Innerhalb geschlossener Ortschaften ereigneten sich 55.688 Unfälle (67,34%), außerhalb von Ortschaften (ohne Autobahnen) 23.501 Unfälle (28,42%) und auf Autobahnen 3.508 Unfälle (4,24%). Insgesamt gab es 102 Getötete, 1.947 Schwerverletzte und 12.627 Leichtverletzte.
| 2022 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 82.697 |
| Unfälle mit Personenschaden | 11.651 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.753 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 382 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 68.911 |
| Ortslage – innerorts | 55.688 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 23.501 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.508 |
| Getötete | 102 |
| Schwerverletzte | 1.947 |
| Leichtverletzte | 12.627 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








