Im Jahr 2025 stieg die Zahl der Verkehrsunfälle im Kreis Dithmarschen auf 3.741, mit 525 Unfällen mit Personenschäden.
Verkehrsunfälle im Kreis Dithmarschen gestiegen

Itzehoe (ost)
Im Landkreis Dithmarschen stieg die Anzahl der Verkehrsunfälle im Jahr 2025 von 3.676 im Vorjahr auf 3.741. Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschäden erhöhte sich um 6,5 Prozent auf 525. Die Polizei hat 782 Unfälle aufgenommen und ausgewertet. Davon ereigneten sich 484 innerhalb und 298 außerhalb geschlossener Ortschaften.
Verletzte Personen
Die Anzahl der verletzten Personen blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu gleich. Im Jahr 2025 wurden bei Verkehrsunfällen 658 Menschen verletzt, im Jahr 2024 waren es 659. Die Anzahl der Leichtverletzten stieg leicht von 570 auf 573, die Anzahl der Schwerverletzten sank von 89 auf 85. Bei sieben tödlichen Verkehrsunfällen verloren sieben Menschen ihr Leben. Fünf dieser Todesfälle ereigneten sich außerhalb geschlossener Ortschaften.
Unfallverursacher
An 194 Verkehrsunfällen waren junge Fahrer im Alter von 18 bis 25 Jahren beteiligt. Das sind 33 Fälle mehr als im Vorjahr. 109 dieser Unfälle wurden von jungen Fahrern verursacht. Die häufigsten Ursachen waren nicht angepasste Geschwindigkeit mit 23 Prozent, Vorfahrtmissachtungen mit 19 Prozent und Mängel der Verkehrstüchtigkeit mit 11 Prozent.
Bei 236 Verkehrsunfällen waren Senioren ab 65 Jahren beteiligt. In 169 Fällen und somit bei 71,4 Prozent dieser Unfälle gehen die Polizei nach den ersten Feststellungen davon aus, dass Senioren sie verursacht haben. Anders als bei jüngeren Verkehrsteilnehmern spielte die Geschwindigkeit bei ihnen keine entscheidende Rolle. Häufige Ursachen waren stattdessen Vorfahrtmissachtungen mit 30 Prozent sowie Fehler beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren mit 21 Prozent.
Auch die Zahlen bei den Radfahrern stiegen. Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Radfahrern stieg von 162 auf 188. In 121 Fällen verursachten die Radfahrer den Unfall selbst. Die Anzahl der Unfälle mit motorisierten Zweirädern stieg ebenfalls an und erhöhte sich von 61 auf 68.
Unfälle unter Alkohol- und Drogeneinfluss
Die Anzahl der Verkehrsunfälle, bei denen mindestens ein Beteiligter unter Alkoholeinfluss stand, stieg im Jahr 2025 leicht an. Die Polizei registrierte 79 Alkoholunfälle, vier mehr als im Vorjahr. Die Anzahl der Drogenunfälle blieb mit acht Fällen niedrig. Auffällig war die Häufung der Alkoholunfälle am Wochenende, besonders an Samstagen und Sonntagen. Auffällig war auch die Altersverteilung. Die meisten Alkoholunfälle entfielen nicht auf junge Fahrer, sondern auf die Altersgruppen zwischen 26 und 65 Jahren.
Elektrokleinstfahrzeuge
Auffällig war auch die Entwicklung bei den Elektrokleinstfahrzeugen. Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit E-Scootern und ähnlichen Fahrzeugen stieg im Landkreis Dithmarschen von 25 im Vorjahr auf 44. Dabei verletzten sich 38 Nutzer, fünf von ihnen schwer. In 30 Fällen verursachten die Fahrer der Elektrokleinstfahrzeuge den Unfall selbst.
Verkehrsüberwachung
Die meisten Ordnungswidrigkeiten werden für die Kreise Steinburg und Dithmarschen gemeinsam erfasst. Im Jahr 2025 ahndete die Polizei im Bereich der Polizeidirektion Itzehoe insgesamt 41.588 Verkehrsordnungswidrigkeiten schriftlich. Damit registrierten die Einsatzkräfte rechnerisch etwa alle 12,5 Minuten einen Verkehrsverstoß.
In den Kreisen Steinburg und Dithmarschen leitete die Polizei 32.720 Verfahren wegen überhöhter Geschwindigkeit ein. Hinzu kamen 38.549 Feststellungen der kommunalen Geschwindigkeitsmesstrupps im Kreis Steinburg und 37.145 im Kreis Dithmarschen. Insgesamt fiel damit im Bereich der Polizeidirektion Itzehoe im vergangenen Jahr durchschnittlich etwa alle fünf Minuten ein Fahrzeug wegen zu schnellen Fahrens auf.
Ein weiterer Schwerpunkt blieb das Thema Ablenkung im Straßenverkehr. Im Jahr 2025 stellte die Polizei 1.055 Fahrzeugführer fest, die während der Fahrt ein Handy, Smartphone oder ein ähnliches Gerät bedienten.
Die Polizeidirektion Itzehoe wird auch künftig alles daransetzen, die Verkehrssicherheit im Kreis Steinburg mit den zur Verfügung stehenden Mitteln weiter zu stärken. Ziel bleibt es, rücksichtsvolles Verhalten im Straßenverkehr zu fördern und schwere Verkehrsunfälle möglichst zu verhindern.
Der ausführliche Verkehrssicherheitsbericht 2025 ist im Internet unter https://www.t1p.de/PD-Itzehoe abrufbar.
Anna Rossol
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Schleswig-Holstein im Jahr 2023 zeigt insgesamt 32.794 Unfälle. Davon gab es 3.356 Unfälle mit Personenschaden, was 10,23% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.230 Unfälle aus, was 3,75% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 292 Fällen registriert, was 0,89% entspricht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 27.916 Fälle, was 85,13% ausmacht. Innerorts gab es 2.829 Unfälle (8,63%), außerorts (ohne Autobahnen) 1.003 Unfälle (3,06%) und auf Autobahnen 400 Unfälle (1,22%). Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 32.794 |
| Unfälle mit Personenschaden | 3.356 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.230 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 292 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 27.916 |
| Ortslage – innerorts | 2.829 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 1.003 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 400 |
| Getötete | 34 |
| Schwerverletzte | 611 |
| Leichtverletzte | 3.587 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








