Im Jahr 2023 stiegen die Verkehrsunfälle um 11,3%, während die Zahl der Verletzten um 8,8% zunahm.
Verkehrsunfälle im Kreis Steinburg 2023: Zahlen und Trends

Itzehoe (ost)
Im Jahr 2023 ereigneten sich auf den Straßen im Kreis Steinburg 3.239 (2022: 2.911) Verkehrsunfälle. Von diesen wurden 695 von der Polizei aufgenommen und ausgewertet. Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle stieg im letzten Jahr um 11,3 Prozent, während landesweit ein Plus von 6,6 Prozent verzeichnet wurde.
Verletzte Personen
Die Anzahl der Verletzten stieg im Vergleich zum Vorjahr um 8,8 Prozent. Es gab 544 (2022: 500) verletzte Personen, darunter 79 (Vorjahr 90) schwer und 465 (410) leicht. Sechs Personen starben 2023 an ihren Verletzungen.
Unfallverursacher / Unfallbeteiligung
Die Anzahl der Verkehrsunfälle, die von jungen Fahrern verursacht wurden, also Personen im Alter von 18 bis 25 Jahren, stieg um 22,4 Prozent. Während im Jahr 2022 noch 76 junge Fahrer die Unfälle verursachten, waren es 2023 93. Senioren ab 65 Jahren waren an 203 Unfällen beteiligt, wobei sie in 130 Fällen die Verursacher waren. Somit waren Senioren für fast zwei Drittel der Unfälle, an denen Senioren beteiligt waren, selbst verantwortlich. Im Gegensatz zu jüngeren Verkehrsteilnehmern spielte bei ihnen nicht die überhöhte Geschwindigkeit eine große Rolle, sondern das Missachten der Vorfahrt, gefolgt von möglicherweise eingeschränkter Verkehrstüchtigkeit.
Unfälle mit motorisierten Zweirädern
Die Anzahl der Verkehrsunfälle, an denen motorisierte Zweiräder beteiligt waren (2022: 63, 2023: 59), ging zurück, ebenso wie die Anzahl der Verletzten bei diesen Unfällen – von 61 auf 58 Personen (Fahrer und Mitfahrer). 43 motorisierte Zweiradfahrer erlitten leichte Verletzungen und 15 schwere Verletzungen. Im Jahr 2023 kamen zwei Motorradfahrer im Kreis Steinburg ums Leben!
Radfahrer
Im Jahr 2023 ging die Anzahl der Verkehrsunfälle, an denen Radfahrer beteiligt waren, erfreulicherweise zurück. Die Polizei registrierte 134 Verkehrsunfälle mit Radfahrern beteiligt. Im Vergleich zum Jahr 2022 (169) bedeutet dies einen Rückgang von 5,9 Prozent. 19 Radfahrer wurden schwer verletzt und 128 leicht verletzt, zwei Radfahrer verloren ihr Leben im Kreis Steinburg. An 58 Verkehrsunfällen waren Pedelecs beteiligt, im Jahr 2022 waren es 52, was einem Anstieg von 11,5 Prozent entspricht. Die Mehrheit (13) der verunglückten Pedelec-Fahrer war zwischen 55 und unter 65 Jahren alt. Neun Verunglückte waren 80 Jahre alt und älter.
Unfälle unter Alkohol- und Drogeneinfluss
Im Jahr 2023 gab es insgesamt 60 Alkoholunfälle. Andererseits deckte die Polizei bei Kontrollen 83 sogenannte folgenlose Trunkenheitsfahrten auf. Drogenunfälle (10) und Unfälle unter Alkoholeinfluss ereigneten sich vor allem am Wochenende. Es bleibt abzuwarten, ob und inwieweit die beabsichtigte Freigabe von Cannabis die Entwicklung dieser Unfallursache beeinflussen wird.
Verkehrsüberwachung
Die meisten Ordnungswidrigkeiten werden für die Landkreise Steinburg und Dithmarschen gemeinsam erfasst. Die Polizei hat in den Kreisen Steinburg und Dithmarschen im Jahr 2023 49.072 Ordnungswidrigkeiten schriftlich geahndet. Das bedeutet, dass etwa alle 11 Minuten im Bereich der Polizeidirektion Itzehoe ein Verkehrsverstoß registriert wurde. In den Kreisen Steinburg und Dithmarschen stellte die Polizei 39.217 Verkehrsteilnehmer wegen Überschreitung der zulässigen Geschwindigkeit fest und leitete Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Die kommunalen Geschwindigkeits-Messtrupps erfassten auch 37.172 Geschwindigkeitssünder im Kreis Steinburg und 33.155 im Kreis Dithmarschen. Das bedeutet, dass im Bereich der Polizeidirektion Itzehoe im vergangenen Jahr durchschnittlich alle fünf Minuten ein Fahrzeugführer wegen Geschwindigkeitsüberschreitung auffiel.
Bei vielen Verkehrsunfällen kamen Fahrzeuge aus „ungeklärter Ursache“ von der Fahrbahn ab oder kollidierten mit dem Gegenverkehr. Es liegt nahe, dass die Fahrer bei diesen Unfällen durch Ablenkung, sei es durch die Nutzung von Handys oder anderen Kommunikations-, Informations- oder Unterhaltungselektronikgeräten, abgelenkt waren. Aus diesem Grund hat die Polizei einen weiteren Schwerpunkt auf die Bekämpfung von Verkehrsdelikten im Zusammenhang mit Ablenkung gelegt. Im Jahr 2023 wurden 1.060 Fahrzeugführer erwischt, die während der Benutzung von Mobiltelefonen und ähnlichen Geräten erwischt wurden und 100 Euro zahlen mussten. Die Polizeidirektion Itzehoe setzt sich weiterhin dafür ein, die Verkehrssicherheit mit den verfügbaren Mitteln aufrechtzuerhalten und wenn möglich zu verbessern. Es bleibt unerlässlich, das positive Verkehrsverhalten und ein rücksichtsvolles Miteinander zu fördern und sich weiterhin für mehr Verkehrssicherheit einzusetzen.
Der ausführliche Verkehrssicherheitsbericht 2023 ist ab dem 5. April 2024 im Internet unter
https://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/POLIZEI/DasSindWir/PDen/Itzehoe/itzehoe_index.html
abrufbar.
Merle Neufeld
Kontakt:
Polizeidirektion Itzehoe
Stabsstelle/Öffentlichkeitsarbeit
Große Paaschburg 66, 25524 Itzehoe
Telefon: +49 (0) 4821 602 – 2010
+49 (0) 4821-602 2011
Mobil: +49 (0) 171 290 11 07
0171-3375356
E-Mail: pressestelle.itzehoe@polizei.landsh.de
Hier geht es zur Originalquelle
Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf aktuellen Blaulichtmeldungen des Presseportals und wurde automatisch erstellt.
Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2021/2022
Die Drogenraten in Schleswig-Holstein sind zwischen 2021 und 2022 leicht gesunken. Im Jahr 2021 wurden 11.693 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2022 10.944 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 10.509 im Jahr 2021 auf 9.931 im Jahr 2022 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 9.190 im Jahr 2021 auf 8.645 im Jahr 2022. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 70.510 Fällen.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 11.693 | 10.944 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 10.509 | 9.931 |
| Anzahl der Verdächtigen | 9.190 | 8.645 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 7.938 | 7.470 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.252 | 1.175 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.576 | 1.664 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Cybercrime-Statistiken in Schleswig-Holstein für 2021/2022
Die Cyberkriminalitätsraten in Schleswig-Holstein zwischen 2021 und 2022 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2021 wurden 3035 Fälle registriert, während es im Jahr 2022 nur 2966 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 940 auf 815 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 787 auf 693, wobei 475 männliche und 218 weibliche Verdächtige verzeichnet wurden. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 127 auf 137. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 mit 29667 Fällen die höchste Anzahl an Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 3.035 | 2.966 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 940 | 815 |
| Anzahl der Verdächtigen | 787 | 693 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 544 | 475 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 243 | 218 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 127 | 137 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2022
Im Jahr 2022 gab es in Schleswig-Holstein insgesamt 82.697 Verkehrsunfälle. Davon waren 11.651 Unfälle mit Personenschaden, was 14,09% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 2,12% der Gesamtzahl aus, was 1.753 Unfällen entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel machten nur 0,46% der Unfälle aus, was 382 Unfällen entspricht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 83,33% der Gesamtzahl, was 68.911 Unfällen entspricht. Innerorts ereigneten sich 55.688 Unfälle (67,34%), außerorts (ohne Autobahnen) 23.501 Unfälle (28,42%) und auf Autobahnen 3.508 Unfälle (4,24%). Insgesamt gab es 102 Getötete, 1.947 Schwerverletzte und 12.627 Leichtverletzte.
| 2022 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 82.697 |
| Unfälle mit Personenschaden | 11.651 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.753 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 382 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 68.911 |
| Ortslage – innerorts | 55.688 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 23.501 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.508 |
| Getötete | 102 |
| Schwerverletzte | 1.947 |
| Leichtverletzte | 12.627 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








