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Verkehrsunfall auf A7 bei Sieverstedt

Ein 17-jähriger Motorradfahrer wurde schwer verletzt, nachdem er mit einem Wohnmobil kollidierte und das Motorrad zerstört wurde.

Foto: Depositphotos

A7 / Sieverstedt (ost)

Am Mittwochnachmittag (27.05.2026) ereignete sich gegen 16:30 Uhr auf der Autobahn A7 in Richtung Norden, kurz vor der Ausfahrt Tarp, ein schwerer Verkehrsunfall zwischen einem Motorrad und einem Wohnmobil.

Nach aktuellen Ermittlungen fuhr ein 17-jähriger Motorradfahrer mit einem Motorrad auf dem Überholstreifen der A7 mit vermutlich weit über 200 km/h. Kurz vor der Ausfahrt Tarp versuchte der Fahrer offenbar, ein vorausfahrendes Wohnmobil rechts auf dem Hauptfahrstreifen zu überholen. Dabei kam es zu einer Kollision im hinteren rechten Bereich des Wohnmobils.

Als Folge des Zusammenstoßes stürzte der Motorradfahrer. Das Motorrad rutschte dann etwa 50 bis 100 Meter über die Fahrbahn und prallte schließlich gegen die Leitplanke. Das Fahrzeug wurde dabei vollständig zerstört. Der Fahrer kam auf dem Standstreifen zum Liegen und wurde vor Ort medizinisch versorgt. Anschließend wurde er mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus in Flensburg gebracht. Es konnte zunächst nicht ausgeschlossen werden, dass Lebensgefahr besteht. Der 17-Jährige ist mittlerweile außer Lebensgefahr.

Der Fahrer des Wohnmobils und seine Beifahrerin blieben unverletzt.

Während der Unfallaufnahme ergaben sich auch Hinweise auf mögliche weitere Straftaten. Nach bisherigen Informationen war an dem verunglückten Motorrad ein Nummernschild angebracht, das nicht zu dem beteiligten Fahrzeug gehörte. Das Motorrad war vermutlich eine bisher nicht zugelassene Suzuki GSX-R. Darüber hinaus besteht der Verdacht, dass der 17-jährige Deutsche nicht im Besitz einer erforderlichen Fahrerlaubnis war.

Die Autobahn musste zunächst für Rettungsmaßnahmen und die Unfallaufnahme etwa eine Stunde lang vollständig gesperrt werden. Zur Klärung des genauen Unfallhergangs wurde später ein Gutachter hinzugezogen. Für seine Arbeit musste die A7 erneut für ungefähr zehn Minuten vollständig gesperrt werden. Ansonsten konnte der Verkehr einspurig am Unfallort vorbeigeleitet werden.

Das Motorrad wurde beschlagnahmt und abgeschleppt. Auch das Wohnmobil musste abgeschleppt werden. Die Ermittlungen der Polizei auf der Autobahn und im Revier Schuby dauern an.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Schleswig-Holstein im Jahr 2023 zeigt insgesamt 32.794 Unfälle. Davon waren 3.356 Unfälle mit Personenschaden, was 10,23% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.230 Fälle aus, was 3,75% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren mit 292 Fällen oder 0,89% vertreten. Die meisten Unfälle, nämlich 27.916 (85,13%), waren Übrige Sachschadensunfälle. Innerorts ereigneten sich 2.829 Unfälle (8,63%), außerorts (ohne Autobahnen) 1.003 Unfälle (3,06%) und auf Autobahnen 400 Unfälle (1,22%). Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 32.794
Unfälle mit Personenschaden 3.356
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.230
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 292
Übrige Sachschadensunfälle 27.916
Ortslage – innerorts 2.829
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 1.003
Ortslage – auf Autobahnen 400
Getötete 34
Schwerverletzte 611
Leichtverletzte 3.587

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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