Ein Fahrer verursacht einen Auffahrunfall, ist betäubt, führerscheinlos und mit nicht zugelassenem Auto unterwegs.
Verkehrsunfall in Kiel

Kiel (ost)
Am Mittwochnachmittag ereignete sich auf dem Westring ein gewöhnlicher Auffahrunfall an einer Ampel. Es gab keine Verletzten. Der Verursacher war jedoch anscheinend unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln, besaß keinen Führerschein und fuhr mit einem nicht versicherten und nicht zugelassenen Auto.
Um 17:15 Uhr fuhr der 62-jährige Fahrer eines Audi auf dem Westring vom Kronshagener Weg kommend in Richtung Eckernförder Straße und wollte an der Kreuzung links abbiegen. Dabei fuhr er auf einen anderen Audi auf, dessen 61-jährige Fahrerin an der roten Ampel wartete.
Während der Unfallaufnahme bemerkten Polizisten des 1. Reviers, dass der Mann auffälliges Verhalten zeigte, das auf Alkohol- oder Drogenkonsum hindeutete. Der freiwillige Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0 Promille. Ein Polizeiarzt entnahm später auf der Dienststelle eine Blutprobe, um mögliche Substanzen festzustellen.
Des Weiteren stellten die Beamten fest, dass der Fahrer keine gültige Fahrerlaubnis besaß und die angebrachten Kennzeichen zu einem anderen Auto gehörten. Der Audi war folglich weder versichert noch zugelassen. Ein Abschleppunternehmen nahm das nicht mehr fahrbereite Auto anschließend mit.
Nach Einleitung von Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs durch Alkohol oder andere berauschende Mittel, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Urkundenfälschung, Kennzeichenmissbrauchs und Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz durfte er die Dienststelle verlassen. Die Polizei informierte daraufhin sowohl die Zulassungs- als auch die Führerscheinstelle der Landeshauptstadt Kiel.
Matthias Arends
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2021/2022
Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2021 und 2022 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2021 wurden 11.693 Fälle erfasst, während es im Jahr 2022 10.944 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 10.509 auf 9.931 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 9.190 auf 8.645, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 7.938 auf 7.470 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 1.252 auf 1.175 zurückging. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1.576 auf 1.664. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 70.510 Fällen.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 11.693 | 10.944 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 10.509 | 9.931 |
| Anzahl der Verdächtigen | 9.190 | 8.645 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 7.938 | 7.470 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.252 | 1.175 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.576 | 1.664 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2022
Im Jahr 2022 gab es in Schleswig-Holstein insgesamt 82.697 Verkehrsunfälle. Davon waren 11.651 Unfälle mit Personenschaden, was 14,09% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 2,12% aus, was 1.753 Unfällen entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren mit 0,46% (382 Unfälle) vergleichsweise selten. Die meisten Unfälle, nämlich 83,33%, waren Übrige Sachschadensunfälle, insgesamt 68.911. Innerorts ereigneten sich 67,34% der Unfälle, was 55.688 entspricht. Außerorts (ohne Autobahnen) waren es 28,42% (23.501 Unfälle) und auf Autobahnen 4,24% (3.508 Unfälle). Insgesamt gab es 102 Getötete, 1.947 Schwerverletzte und 12.627 Leichtverletzte.
| 2022 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 82.697 |
| Unfälle mit Personenschaden | 11.651 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.753 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 382 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 68.911 |
| Ortslage – innerorts | 55.688 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 23.501 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.508 |
| Getötete | 102 |
| Schwerverletzte | 1.947 |
| Leichtverletzte | 12.627 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








