In Lübeck St. Jürgen kam es zu einem Verkehrsunfall zwischen einem BMW und einem Golf. Die Polizei ermittelt wegen Verdacht auf verbotenes Kraftfahrzeugrennen.
Verkehrsunfall in Lübeck St. Jürgen

Lübeck (ost)
+++ Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Lübeck und der Polizeidirektion Lübeck +++
In der Nacht auf Sonntag (20.09.2026) gab es in Lübeck St. Jürgen einen Verkehrsunfall zwischen einem BMW und einem Golf. Beide Fahrer wurden nach vorläufigen Informationen nicht verletzt, aber es entstand erheblicher Sachschaden an den Autos. Die Polizei ermittelt gegen die beiden Männer wegen des Verdachts auf ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen. Die Führerscheine der 18-jährigen Fahrer wurden noch am Unfallort von den Beamten beschlagnahmt.
Nach den bisherigen Informationen fuhren die beiden 18-jährigen Fahrer gegen 00:45 Uhr die Possehlstraße in Richtung Holstentorplatz. Es wird vermutet, dass sie möglicherweise nebeneinander oder dicht hintereinander mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs waren. In der Nähe des Gewerkschaftshauses kam es vermutlich zu einer Kollision zwischen dem Golf und dem BMW. Der BMW drehte sich daraufhin um 180 Grad und kam beschädigt zum Stillstand. Der Golf geriet ins Schleudern, riss einen Baum am Straßenrand heraus und kam stark beschädigt auf dem Geh- und Radweg zum Stehen.
Der 18-jährige Fahrer des BMW (Staatsangehörigkeit: Pakistanisch) und seine 17-jährigen Mitfahrer blieben unverletzt, ebenso wie der 18-jährige Fahrer des Golf (Staatsangehörigkeit: Deutsch).
Neben einem Achsbruch erlitt der BMW starke Schäden an der linken Fahrzeugseite, am Golf wurden erhebliche Schäden an der rechten Fahrzeugseite festgestellt. Beide Autos waren nicht mehr fahrbereit, ein Abschleppunternehmen kümmerte sich um den Abtransport. Der Schaden beläuft sich auf knapp 7000 Euro.
Auf Anweisung der Staatsanwaltschaft Lübeck wurden die Führerscheine der beiden 18-jährigen Fahrer eingezogen und die Nutzung von fahrerlaubnispflichtigen Fahrzeugen bis auf Weiteres untersagt. Die Polizei ermittelt gegen beide wegen des Verdachts auf ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen.
Auf Anweisung der Staatsanwaltschaft Lübeck begab sich noch in der Nacht ein Sachverständiger zum Unfallort, um den Unfallhergang zu rekonstruieren.
Im Zuge der laufenden Ermittlungen bittet die Polizei weitere Zeugen, die Informationen zum Fahrverhalten der Beteiligten und zum Unfallhergang in der Possehlstraße haben, sich zu melden. Hinweise nimmt die Polizei unter der zentralen Rufnummer 0451-1310 entgegen.
Dr. Jens Buscher – Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Lübeck
Ulli Fritz Gerlach – Pressesprecher der Polizeidirektion Lübeck
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Schleswig-Holstein im Jahr 2023 zeigt insgesamt 32.794 Unfälle. Davon entfallen 3.356 Unfälle auf Personenschäden, was 10,23% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machen 1.230 Fälle aus, was 3,75% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel betragen 292, was 0,89% aller Unfälle sind. Die restlichen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 27.916 Fälle, was 85,13% aller Unfälle ausmacht. Innerorts ereigneten sich 2.829 Unfälle (8,63%), außerorts (ohne Autobahnen) 1.003 Unfälle (3,06%) und auf Autobahnen 400 Unfälle (1,22%). Insgesamt gab es 34 Tote, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 32.794 |
| Unfälle mit Personenschaden | 3.356 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.230 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 292 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 27.916 |
| Ortslage – innerorts | 2.829 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 1.003 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 400 |
| Getötete | 34 |
| Schwerverletzte | 611 |
| Leichtverletzte | 3.587 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








