Die Suche nach Horst Georg Linnemann im Wattenbeker Gehege mit Leichenspürhunden wird fortgesetzt. Beteiligt sind rund 30 Einsatzkräfte.
Vermisstenfall Horst Georg Linnemann: Suche im Wattenbeker Gehege geht weiter

Kiel (ost)
Gemeinsame Bekanntmachung von Staatsanwaltschaft Kiel und Landeskriminalamt Schleswig-Holstein
Nachdem die Cold Case Unit (CCU) des Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein am Dienstag, 3. Februar 2026, damit begonnen hat, gemeinsam mit unterstützenden Kräften der Landespolizei im Wattenbeker Gehege nördlich von Neumünster nach dem vermissten Horst Georg Linnemann zu suchen, wurden am heutigen Mittwoch, 4. Februar 2026, die Leichensuchhunde eingesetzt.
Am ersten Tag wurde zunächst ein etwa 150 Quadratmeter großes Suchgebiet im Wald von Laub und Schnee befreit und für die folgenden Erdbohrungen vorbereitet, während heute die Leichensuchhunde das Gelände um die ersten Bohrlöcher absuchten. Dabei zeigten sie Interesse an einigen Stellen, die nun genauer untersucht werden sollen. Die Suche wird am Donnerstag, 5. Februar 2026, fortgesetzt.
An der Suchaktion sind etwa 30 Einsatzkräfte beteiligt, darunter auch Kräfte des Technischen Zugs der Einsatzhundertschaft Eutin, des Kampfmittelräumdienstes sowie mehrere Diensthundeführer mit insgesamt sechs Leichensuchhunden.
Wie berichtet wird der 28-jährige Horst Georg Linnemann aus Neumünster-Faldera seit dem 15. Dezember 2014 vermisst, als er verschwand. Die Ermittler gehen von einem Tötungsdelikt aus. Sein Körper konnte trotz intensiver Ermittlungs- und Suchmaßnahmen bisher nicht gefunden werden. Neue Informationen der CCU deuten darauf hin, dass er sich in dem nun durchsuchten Waldgebiet befinden könnte.
Die Staatsanwaltschaft hat eine Belohnung in Höhe von 1.500 Euro für Hinweise ausgelobt, die zur Auffindung des Körpers und der Täter führen.
Bitte senden Sie sachdienliche Hinweise an: Telefon 0431/160-42852
Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Staatsanwaltschaft Kiel, Oberstaatsanwalt Michael Bimler, Telefon 0431/604-3001 oder
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Mordraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 70 Fälle registriert, wovon 55 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 62 Verdächtige, davon 56 männliche und 6 weibliche Verdächtige. 29 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 74, wobei 66 Fälle gelöst wurden. Es gab 77 Verdächtige, davon 67 männliche und 10 weibliche Verdächtige. 28 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 registrierten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70 | 74 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 55 | 66 |
| Anzahl der Verdächtigen | 62 | 77 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 56 | 67 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6 | 10 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 29 | 28 |
Quelle: Bundeskriminalamt








