Ein 20-jähriger Beschuldigter wurde wegen Mordverdachts festgenommen und befindet sich nun in Untersuchungshaft in Schleswig.
Wedel: Beschuldigter in Untersuchungshaft

Wedel (ost)
Gemeinsame Bekanntmachung von Staatsanwaltschaft Itzehoe und Polizeidirektion Itzehoe
Am 22.01.2025 entdeckte die Polizei Wedel nach Schreien eine stark verletzte männliche Person in einem Mehrfamilienhaus in Wedel. Der Mann verstarb auf dem Weg in ein Krankenhaus. Aufgrund erster Untersuchungen könnte die Selbstverteidigung zum Tod des 56-Jährigen geführt haben, weshalb ein 20-jähriger Verdächtiger vorerst freigelassen wurde.
Weitere Untersuchungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei ergaben nun den dringenden Verdacht auf Mord. Die aktuellen Ermittlungsergebnisse widersprechen der anfänglichen Annahme der Notwehrsituation. Die Mordkommission nahm den 20-Jährigen daher heute Morgen fest. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ die Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Itzehoe einen Haftbefehl. Er befindet sich nun in der Jugendstrafanstalt Schleswig.
Peter Müller-Rakow, Staatsanwaltschaft Itzehoe
Björn Gustke, Polizeidirektion Itzehoe
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Mordraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 70 Fälle registriert, wobei 55 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 62 Verdächtige, darunter 56 Männer und 6 Frauen. 29 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 74, wobei 66 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 77 Verdächtige, darunter 67 Männer und 10 Frauen. 28 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 registrierten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70 | 74 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 55 | 66 |
| Anzahl der Verdächtigen | 62 | 77 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 56 | 67 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6 | 10 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 29 | 28 |
Quelle: Bundeskriminalamt








