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Westerland: Schüsse auf Barber-Shop, Polizeieinsatz nach Schüssen auf Barber-Shop in Sylt, zwei Tatverdächtige ermittelt.

Mehrere Schüsse fielen auf Barber-Shop in Westerland. Keine Verletzten. Ermittlungen gegen zwei Tatverdächtige eingeleitet.

Foto: Depositphotos

Sylt (ost)

Am Mittwochmorgen (03.06.2026) gegen 11:00 Uhr ereignete sich in der Strandstraße in Westerland ein großer Polizeieinsatz mit intensiven Fahndungsmaßnahmen.

Derzeitigen Ermittlungen zufolge hat ein Mann mehrere Schüsse aus einer scharfen Schusswaffe auf den Eingang eines Barber-Shops in der Strandstraße abgefeuert. Während seiner Flucht gab der Mann mindestens einen weiteren Schuss auf offener Straße ab. Nach bisherigen Informationen wurden keine Personen verletzt. Im Laden herrschte reger Betrieb.

Der Bereich um den Tatort wurde abgeriegelt. Im Rahmen der sofortigen Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen ergab sich ein Verdacht gegen einen Mann türkischer Staatsangehörigkeit unbekannten Alters, bei dem eine scharfe Handfeuerwaffe gefunden und sichergestellt wurde, sowie gegen einen 15-jährigen Jugendlichen mit aserbaidschanischer Staatsangehörigkeit, der am Bahnhof auf Sylt festgestellt wurde.

Aufgrund dieser Umstände hat die Staatsanwaltschaft Flensburg ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des versuchten Totschlags und Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet. Nach aktuellen Erkenntnissen besteht ein dringender Verdacht gegen den 15-jährigen Beschuldigten, die Schüsse abgegeben zu haben. Daher beantragt die Staatsanwaltschaft die Erteilung eines Haftbefehls.

Die genaue Beteiligung des beschuldigten Mannes türkischer Staatsangehörigkeit ist derzeit unklar und wird weiter untersucht.

Aufgrund des frühen Stadiums der Ermittlungen, einschließlich der Motive und Hintergründe der Tat, werden zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Informationen preisgegeben.

Der Hinweis auf eine durch einen Schuss verletzte Person in einem Wohnhaus in der Süderstraße hat sich im Rahmen der umfangreichen Überprüfungsmaßnahmen nicht bestätigt.

Es sei darauf hingewiesen, dass die Beschuldigten bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig gelten (Artikel 6 Absatz 2 der Europäischen Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten).

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Mordraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 70 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 74 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 55 im Jahr 2022 auf 66 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 62 auf 77, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70 74
Anzahl der aufgeklärten Fälle 55 66
Anzahl der Verdächtigen 62 77
Anzahl der männlichen Verdächtigen 56 67
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6 10
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 29 28

Quelle: Bundeskriminalamt

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