Am Mittwochabend wurde ein Mann von Polizeibeamten kontrolliert und leistete massiven Widerstand. Ein Rettungssanitäter wurde verletzt, der Mann festgenommen.
Widerstand gegen Polizeibeamte in Lübeck-Moisling

Lübeck (ost)
Am Mittwochabend (04.02.2026) wurde in Lübeck-Moisling ein Mann von Polizeibeamten des 4. Polizeireviers kontrolliert. Während der polizeilichen Maßnahme leistete der Mann starken Widerstand und verletzte einen Rettungssanitäter. Bei dem Einsatz wurde das DEIG (Distanz-Elektro-Impuls-Gerät) eingesetzt.
Während einer Streifenfahrt gegen 19.20 Uhr bemerkten die Beamten des 4. Polizeireviers Lübeck einen auffällig geparkten PKW in der August-Bebel-Straße. Ein Mann stand neben dem Fahrzeug, als es plötzlich beschleunigte. Der Mann warf ein Bier nach dem Auto. Die Fahrerin des PKW erklärte, dass es zuvor einen Streit mit dem Mann gegeben habe, den sie als ihren Ex-Freund identifizierte, und ihn deshalb nicht mehr mitnehmen wollte.
Nachfolgend suchten die Beamten den Mann auf. Der 29-jährige Deutsche war den Polizisten von früheren Einsätzen bekannt. Da er den Beamten gegenüber sofort laut und bedrohlich auftrat, wurde Verstärkung angefordert. Ihm wurde mitgeteilt, dass sein Mobiltelefon aufgrund eines Gerichtsbeschlusses beschlagnahmt werden müsse. Der obdachlose Mann verhielt sich weiterhin aggressiv und schien unter dem Einfluss von Drogen und Alkohol zu stehen. Er schrie, spuckte vor die Füße der sechs Beamten und bewegte sich bedrohlich auf sie zu. Da die Gefahr einer Eskalation und Fremdgefährdung bestand, wurde eine Ingewahrsamnahme angeordnet. Der Mann leistete aktiven Widerstand, weshalb ihm der Einsatz des DEIG angedroht wurde. Trotz des Einsatzes des Gerätes beruhigte er sich nicht, so dass ein Polizist das DEIG einsetzte und den Mann mit einem elektronischen Impuls am Oberschenkel außer Gefecht setzte. Trotz Fixierung leistete er weiterhin Widerstand und musste mit einer Spuckhaube versehen werden, da er während des Transports gegen die Scheiben des Streifenwagens spuckte. Schließlich konnte er in Gewahrsam genommen werden.
Aufgrund des Einsatzes des DEIG führte der Rettungsdienst in Lübeck bei dem Mann ein EKG durch. Dabei zog er stark am Kabel, beschädigte es jedoch nicht. Trotz Fesselung griff er nach einem Sanitäter und verletzte dessen linken kleinen Finger. Er trat und griff weiterhin nach einem Beamten, was dazu führte, dass er zusätzlich fixiert werden musste. Beleidigungen gegen einen Polizisten folgten. Zudem beschädigte er die Matratze im Gewahrsamsraum.
Ein Richter ordnete aufgrund des möglichen Alkohol- und Drogeneinflusses die Entnahme einer Blutprobe und den Verbleib im Polizeigewahrsam bis 06.00 Uhr des nächsten Tages an.
Gegen den 29-jährigen Mann wurden strafrechtliche Verfahren wegen tätlichen Angriffs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, Beleidigung, Sachbeschädigung und tätlichen Angriffs auf Rettungskräfte eingeleitet. Die Ermittlungen werden von der Polizeistation Hüxtertor durchgeführt.
Quelle: Presseportal








