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Zeugen gesucht nach vollendeten Schockanruf in Neumünster

Die Polizei sucht nach Zeugen für einen vollendeten Schockanruf, bei dem eine 83-jährige Frau betrogen wurde.

Foto: Depositphotos

Neumünster (ost)

Am 22.02.2026 ereignete sich in den frühen Abendstunden ein vollendeter Schockanruf zum Schaden einer 83-jährigen Geschädigten in Neumünster, bei dem unbekannte Täter einen mittleren fünfstelligen Betrag erbeuteten. Ein Anruf mit unterdrückter Nummer erfolgte gegen 17:00 Uhr von einer männlichen Stimme, die sich als Herr Andreas Böhme ausgab. Es wurde behauptet, dass die Tochter der Geschädigten in einen Unfall verwickelt sei, bei dem eine Frau starb und ein Kind verletzt wurde. Die Tochter sei ebenfalls verletzt und im Krankenhaus, könne aber aufgrund ihrer Mundverletzung nicht sprechen. Die Geschädigte wurde aufgefordert, ein Schreiben mit einer Bürgschaft und einem Dank an die Staatsanwaltschaft zu verfassen, was sie auch tat. Gegen 18 Uhr wurde ein mittlerer fünfstelliger Geldbetrag vor der Haustür übergeben, während das Telefonat fortgesetzt wurde. Anschließend wurde behauptet, dass das Kind ebenfalls gestorben sei und mehr Geld benötigt werde. Bei der zweiten Übergabe wurde ein mittlerer vierstelliger Betrag übergeben. Der Betrug wurde entdeckt, als der Schwiegersohn informiert wurde und die Polizei eingeschaltet wurde.

In zwei Abholphasen (18:00 und 21:00 Uhr) holte ein unbekannter Täter insgesamt einen mittleren fünfstelligen Geldbetrag in bar von der Geschädigten in Haart, Neumünster, ab. Die Beschreibung des Abholers lautet wie folgt:

Die Kriminalpolizei Neumünster bittet um Zeugen oder Hinweise. Wer hat am 22.02.2026 zwischen 16:00 und 22:00 Uhr in den Bereichen Haart, Noldestraße und Ruthenberg verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen, die mit der Tat in Verbindung stehen könnten? Bitte kontaktieren Sie die Polizei in Neumünster unter 04321-9450.

Verantwortlich für diesen Pressetext sind Sönke Petersen, Constanze Becker und Philipp Feddersen von der Polizeidirektion Neumünster, Alemannenstraße 14-18, 24539 Neumünster, Telefon 04321 945 -2222, pressestelle.neumuenster.pd@polizei.landsh.de. Medieninformationen der Landesregierung sind unter www.schleswig-holstein.de verfügbar.

Die Polizei Schleswig-Holstein gibt allgemeine Hinweise zum Umgang mit Schockanrufen und ähnlichen Betrugsmaschen:

– Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung.

– Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und beenden Sie das Gespräch, rufen Sie die Polizei unter 110 an.

– Fordern Sie Anrufer auf, ihren Namen selbst zu nennen.

– Geben Sie keine persönlichen Informationen am Telefon preis.

– Schützen Sie Ihre Daten im Telefonbuch und Messenger-Diensten.

– Bei Zweifeln an einem Anruf kontaktieren Sie die Polizei.

– Opfer von Schockanrufen können sich an Opferberatungsstellen wie den „Weißen Ring“ wenden.

– Die Polizei fordert kein Bargeld oder Wertgegenstände, zeigen Sie den Dienstausweis von angeblichen Polizisten an.

– Seien Sie vorsichtig bei ungewöhnlichen Geldforderungen und klären Sie Zweifel mit den Angehörigen.

– Überprüfen Sie Telefonbucheinträge und informieren Sie ältere Menschen über Betrugsmaschen.

Bei Verdacht auf einen Schockanruf informieren Sie sofort die Polizei und geben Sie keine persönlichen Informationen preis. Grüße, Sönke Petersen.

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 2966 Fälle registriert, wovon 815 gelöst wurden. Es gab insgesamt 693 Verdächtige, darunter 475 Männer, 218 Frauen und 137 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 3254, von denen 935 gelöst wurden. Es gab 814 Verdächtige, darunter 542 Männer, 272 Frauen und 172 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 2.966 3.254
Anzahl der aufgeklärten Fälle 815 935
Anzahl der Verdächtigen 693 814
Anzahl der männlichen Verdächtigen 475 542
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 218 272
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 137 172

Quelle: Bundeskriminalamt

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