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Zwischenbilanz Kieler Woche 2026

Die Kieler Woche verläuft friedlich mit weniger Straftaten als im Vorjahr. Dennoch gibt es einen Anstieg bei Rohheitsdelikten.

Quelle: Polizeidirektion Kiel
Foto: Presseportal.de

Kiel (ost)

Die Kieler Woche verläuft nach Angaben der Polizei weiterhin größtenteils friedlich. Es wurden bisher weniger Straftaten als in den Vorjahren gemeldet.

Zahlenbilanz

Von Freitag, 12:00 Uhr, bis Mittwoch, 06:00 Uhr, wurden auf den Veranstaltungsflächen 143 Straftaten von der Landespolizei registriert. Dies ist das zweite Jahr in Folge, in dem die Gesamtzahl der gemeldeten Straftaten gesunken ist (2025: 160 Straftaten). Es gab jedoch einen leichten Anstieg bei den Gewaltdelikten, mit bisher 58 gemeldeten Fällen (2025: 40). Diese Taten ereigneten sich fast ausschließlich in den späten Abendstunden.

Da einige Straftaten erfahrungsgemäß erst nachträglich gemeldet werden oder Sachverhalte noch genauer untersucht werden können, sind diese Zahlen vorläufig.

Bislang wurden 18 Personen Platzverweise erteilt (2025: 37). Die Einsatzkräfte trafen bisher auf zwei hilflose Personen, die aufgrund von Alkoholkonsum in Polizeigewahrsam genommen werden mussten. In vier weiteren Fällen von alkoholbedingten Einschränkungen sorgten die Beamten für angemessene Betreuung der hilfsbedürftigen Personen, indem sie Begleitpersonen vermittelten oder den Rettungsdienst hinzuzogen.

In zwei weiteren Fällen wurden Personen in Gewahrsam genommen. Im ersten Fall endete das Sommerfest für einen Besucher vorzeitig, da er nach einer begangenen Straftat weiterhin aggressiv war. Im zweiten Fall missachtete ein Besucher den gegen ihn ausgesprochenen Platzverweis.

Veranstaltungsverlauf

Die bisherige Kieler Woche verzeichnet aufgrund des guten Wetters einen hohen Besucherandrang. Die Stimmung unter den Besuchern ist ausgelassen, grundsätzlich friedlich und das Verhalten größtenteils rücksichtsvoll.

Die tägliche Einbahnstraßenregelung ab 18 Uhr, die je nach Bedarf eingerichtet oder aufgehoben wird, zusammen mit der Videobildübertragung sorgt dafür, dass Besucher rechtzeitig in andere Bereiche umgeleitet werden. Bisher wurde die Einbahnstraßenregelung entlang der Kiellinie nicht aktiviert, da sich die Besucher gut auf der Fläche verteilten.

Am Asmus-Bremer-Platz war am Sonntagabend jedoch eine Umleitung der Besucherströme über eine geplante Route erforderlich, da die Fläche ausgelastet war. Diese Maßnahme wurde von Polizeibeamten und Einsatzkräften des Kommunalen Ordnungsdienstes gemeinsam umgesetzt. Die Umleitung konnte nach etwa einer Stunde aufgehoben werden.

Null Toleranz gegenüber Waffen – Kein Platz für Messer Die Polizei weist erneut darauf hin, dass das Mitführen von Waffen, einschließlich Schusswaffen und Stichwaffen (z.B. Messer), auf den Veranstaltungsflächen gemäß § 42 des Waffengesetzes verboten und strafbar ist. Verstöße werden konsequent geahndet.

Bei den bisherigen Messerkontrollen wurden nur zwei Messer gefunden und entsprechende Anzeigen erstattet. Neben den bisherigen Kontrollen führen die Beamten weiterhin tägliche Kontrollen auf dem gesamten Veranstaltungsgelände durch. Eine abschließende Bilanz der Messerkontrollen wird am Ende der Kieler Woche gezogen.

Fazit

Der bisher positive Trend setzt sich fort. Es gab bisher keine herausragenden Einsatzanlässe.

Für weitere Fragen steht die Pressestelle der Polizeidirektion Kiel zur Verfügung.

Mathias Stöwer / Polizeidirektion Kiel

Quelle: Presseportal

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