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Schneemassen in Südtirol: Skifahrer von Lawine erfasst – Rettungskräfte im Einsatz

In Südtirol haben sich mehrere Skifahrer in einer Lawine verloren. Die Bergwacht ist im Großeinsatz, während die Lage angespannt bleibt und die Zahl der Lawinentoten in Europa diesen Winter alarmierend hoch ist.

Lawine verschüttet Skifahrer – Großeinsatz in Südtirol
Bildquelle: Krzysztof Kowalik auf Unsplash

In Südtirol wurden mehrere Skifahrer von einer massiven Lawine erfasst.

Nach Angaben der italienischen Bergwacht löste sich die Lawine in hochalpinem Gelände an der über 2.600 Meter hohen Hohen Ferse in der Nähe von Ratschings. Es wird befürchtet, dass bis zu zehn Skifahrer unter den Schneemassen begraben sein könnten. Die Bergwacht ist mit mehreren Hubschraubern im Einsatz. Laut italienischen Medien wurden bereits zwei Personen tot geborgen.

Das Unglück ereignete sich ersten Informationen zufolge gegen Mittag auf einer Höhe von etwa 2.300 Metern. In den italienischen Alpen kam es in dieser Wintersaison bereits mehrfach zu Lawinenunglücken, die sowohl Tote als auch Verletzte zur Folge hatten. Die Bergwacht hat mehrere Krankenhäuser in der Umgebung in Alarmbereitschaft versetzt, darunter auch die Klinik im österreichischen Innsbruck.

Häufige Lawinenereignisse in diesem Winter

In den europäischen Gebirgen sind in dieser Wintersaison seit Anfang Oktober bereits mindestens 125 Menschen durch Lawinen ums Leben gekommen. Die höchste Zahl an Lawinentoten wurde mit 32 Todesopfern in Italien verzeichnet, gefolgt von Frankreich mit 31 und Österreich mit 29. Diese Zahlen stammen aus einer Übersicht des European Avalanche Warning Service (EAWS), einem Zusammenschluss von Lawinenwarndiensten. In Deutschland gab es bislang keine Todesopfer.

Experten führen die hohe Anzahl an Lawinenunfällen unter anderem auf den Klimawandel zurück. Die traditionellen saisonalen Rhythmen verändern sich durch steigende Temperaturen, was dazu führt, dass der Schnee nicht mehr so stabil ist. Zudem gibt es stärkere Winde, die gefährlichen „Treibschnee“ ansammeln. Besonders betroffen sind die Regionen in Italien, insbesondere im südlichen Teil der Alpen. Darüber hinaus erfreuen sich Skitouren und Abfahrten abseits der präparierten Pisten zunehmender Beliebtheit.

„Die veränderten klimatischen Bedingungen tragen erheblich zur Gefährdung durch Lawinen bei“, sagte ein Experte.

Die Situation bleibt angespannt, und die Rettungskräfte setzen alles daran, die vermissten Skifahrer zu finden und die Sicherheit in den betroffenen Gebieten zu gewährleisten.

Bildquelle: Bildquelle: Krzysztof Kowalik auf Unsplash

Ronny Winkler