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Tödlicher Übergriff an der Autobahn: 30-Jährige stirbt nach eskalierter Freundschaft.

In Saarbrücken endet die Suche nach Liebe für die 30-jährige Roxana H. auf tragische Weise. Ihre Mörderin, Simona B., wurde wegen des grausamen Verbrechens zu lebenslanger Haft verurteilt. Ein Blick auf die schockierenden Hintergründe dieser verstörenden Tat und das Schicksal der beiden Frauen.

Grausamer Mord an 30-Jähriger: Freundschaft endet in tödlicher Gewalt an Autobahn
Privat

Saarbrücken – Roxana H. († 30) suchte nach Liebe und Sicherheit, doch fand auf tragische Weise den Tod. Ihre Mitbewohnerin stach in einem Blutrausch 93 Mal auf sie ein. Wer war die auffällige Frau, deren Leben an einem Autobahnparkplatz gewaltsam endete? Die beste Freundin von Roxana gibt Einblicke.

Ende November wurde die stark entstellte Leiche von Roxana H. in Rehlingen (Saarland) an der A8 gefunden. Die Ermittler gingen sofort von einem Sexualdelikt aus, da das angrenzende Waldgebiet als Ort für schnelle sexuelle Begegnungen bekannt ist. Die Spur führte zu Roxanas Mitbewohnerin Simona B. (36) aus der Region Karlsruhe. Diese Frau, die sich als Mann identifiziert und den Irokesen-Schnitt trägt, wurde nur wenige Stunden nach dem Leichenfund in einem Swingerclub festgenommen.

Roxanas schwierige Kindheit

Die Verbindung zwischen den beiden Frauen war durchaus ungewöhnlich. Roxana wuchs in einem rumänischen Kinderheim auf und wurde anschließend von einem deutschen Ehepaar aus Bayern adoptiert. Als sie in dieser Umgebung nicht zurechtkam, zog sie zu der Schriftstellerin Nadine Stephany (49) nach Graben-Neudorf (Baden-Württemberg). Die Autorin berichtet: „Wir kannten uns über Facebook, chatteten und telefonierten fünf Jahre lang. Als sie mich das erste Mal besuchte, fiel ich ihr am Bahnsteig in die Arme.“

Gemeinsame Vergangenheit im Kinderheim

Doch auch nach ihrem Umzug war Roxana nicht glücklich. Ihre beste Freundin Nadine beschreibt: „Nach ihrem Hauptschulabschluss brach Roxana eine Ausbildung zur Erzieherin ab. Ihre psychischen Probleme ließen sie nie los.“ Während eines Aufenthalts in einer Psychiatrie in Wiesloch lernte sie Simona B. kennen, die ebenfalls in einem rumänischen Kinderheim aufwuchs und zu Adoptiveltern im Saarland vermittelt wurde. Diese Bekanntschaft sollte letztlich fatale Folgen haben.

An dem Abend des Verbrechens fuhr Simona mit Roxana nach Rehlingen. Ihre Ersatzmutter Nadine bedauert: „Ich könnte mich heute noch ohrfeigen, dass ich Roxana an diesem Wochenende nicht wie gewohnt bei mir übernachten ließ. Ich brauchte aber zwei Tage für mich, weil meine Mutter gestorben war.“ Um 22:15 Uhr erhielt Nadine eine letzte WhatsApp-Nachricht von Roxana, in der sie schrieb, dass ihr schwindelig sei. Danach war das Handy abgeschaltet.

Brutale Tat und ihre Folgen

Laut den Feststellungen des Landgerichts Saarbrücken geschah nach Roxanas letztem Lebenszeichen eine unvorstellbare Tat. Simona B. soll ihr jüngeres Opfer mit einer Kette gewürgt und dann mit 93 Messerstichen getötet haben. Der Staatsanwalt sprach von einem „orgiastischen Gefühl der Angeklagten beim Töten“. In einer Nachricht an eine Bekannte äußerte Simona B.: „So geil“ habe sie es noch nie empfunden.

Das Gericht verurteilte Simona B. zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe. Ihr Verteidiger Christian Kessler sieht den Fall jedoch anders und hat Revision eingelegt. Er beschreibt das Geschehen als einen Sex-Unfall aufgrund eines Kontrollverlusts. Dem widerspricht Roxanas Ziehmutter Nadine entschieden: „Roxana war nie lesbisch, Sado-Maso-Praktiken waren ihr fremd.“ Die mädchenhaft wirkende Frau sei nur von einem einzigen Wunsch beseelt gewesen: „Sie wollte einfach geliebt werden.“

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Quellen: Bild

Bildquelle: Privat

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Ronny Winkler