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Staatsanwalt ist sich sicher: Mieter ersticht Vermieter nach Streit um Geld | Regional

Ein Streit um ausstehende Mietzahlungen eskaliert in Köln tödlich: Marcel R. wird von seinem neuen Mieter erstochen. Die genauen Motive sind noch unklar, der 31-Jährige wurde festgenommen.

Staatsanwalt ist sich sicher: Mieter ersticht Vermieter nach Streit um Geld | Regional
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Köln (NRW) – Marcel R. (47) galt als hilfsbereiter Mensch, der stets zur Stelle war, wenn Hilfe benötigt wurde. Doch am vergangenen Samstag endete sein Leben auf tragische Weise: Er wurde mutmaßlich von einem seiner Mieter erstochen.

Der Vorfall ereignete sich kurz nach 9 Uhr morgens in einem Mehrfamilienhaus in Köln-Ehrenfeld. Anwohner hörten laute Auseinandersetzungen und Schreie. Wenig später sahen sie einen schwer verletzten Mann, der sich durch den Flur schleppte und eine Blutspur hinterließ. Er brach in der vierten Etage zusammen. Die alarmierte Polizei konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Der zunächst unbekannte Tote wurde später als Marcel R. identifiziert, der als Abteilungsleiter eines Kölner Unternehmens und Vermieter tätig war. Die Ermittler nahmen noch am Tatort einen 31-jährigen Deutschen fest. „Bei dem Mann handelt es sich um den neuen Mieter einer Wohnung in einem Mehrparteienhaus in der Venloer Straße“, erklärte der Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer.

„Am Morgen des 9. Mai begab sich sein Vermieter zu der Wohnung, um ausstehende Zahlungen entgegenzunehmen“, so Bremer weiter. Es ging sowohl um die Miete als auch um die Kaution. Im Treppenhaus kam es dann zu dem heftigen Streit, der von den Nachbarn vernommen wurde. Dabei habe „der Beschuldigte sein Gegenüber mit einem Messer angegriffen und ihm zahlreiche, letztlich tödliche Stich- und Schnittverletzungen zugefügt“, ergab die Obduktion.

Der Mieter, der erst vor wenigen Tagen in die Wohnung eingezogen war, hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Gegen ihn wurde ein Haftbefehl wegen Totschlags erlassen.

„Marcel war ein hilfsbereiter Mensch, der sich in der Flüchtlingsinitiative engagierte“, äußerte ein Bekannter. „Er organisierte Treffen, bei denen sich Menschen, die neu in Köln waren, kennenlernen konnten. Es schmerzt unglaublich, dass sein Leben so gewaltsam endete.“

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Ronny Winkler