TLKA und Staatsanwaltschaft Gera gehen gegen eine Tätergruppierung vor, die mit Betäubungsmitteln handelt. Neun Objekte wurden durchsucht, sieben Beschuldigte verhaftet und digitale Spuren sichergestellt.
Arnstadt: Großrazzia gegen mutmaßliche Drogenhändler

Erfurt (ost)
Am gestrigen Donnerstag führten Ermittler des Landeskriminalamtes Thüringen (TLKA) zusammen mit der Staatsanwaltschaft Gera einen umfangreichen Einsatz gegen eine vermutlich bandenmäßig agierende Gruppe von Tätern durch. Es wurden Durchsuchungen in mehreren Objekten durchgeführt und Haftbefehle vollstreckt. Der Hintergrund sind Ermittlungen wegen des Verdachts des bandenmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln, neuen psychoaktiven Substanzen sowie Cannabis in nicht geringer Menge.
Neun Objekte (Wohnungen und private Räumlichkeiten) in Arnstadt, Amt Wachsenburg und Hildburghausen wurden durchsucht. Die Maßnahmen richteten sich gegen sieben Beschuldigte im Alter zwischen 30 und 49 Jahren (fünf männlich, zwei weiblich), davon sechs deutsche Staatsangehörige und eine bosnisch-herzegowinische Staatsangehörige. Zudem wurden sechs Haftbefehle an fünf Männern und einer Frau vollstreckt. Die Beschuldigten wurden nach den Haftrichtervorführungen in die Justizvollzugsanstalten Thüringens gebracht. Im Rahmen des Einsatzes konnten digitale Spuren sowie Drogen sichergestellt werden.
Dem Einsatz gingen etwa fünf Monate Ermittlungsarbeit voraus. Der Ausgangspunkt war ein anderer Ermittlungskomplex: Die Auswertung von sichergestellten Mobiltelefonen lieferte Hinweise auf eine mutmaßlich organisierte Täterstruktur. Mit diesen Erkenntnissen und darauf basierenden Ermittlungen konnten den sechs Beschuldigten schließlich die Haftbefehle eröffnet werden.
An dem Einsatz waren etwa 150 Einsatzkräfte beteiligt, darunter Beamte des TLKA sowie eine Bereitschaftspolizeihundertschaft. Die Maßnahmen wurden durch zwei Drogen- und Bargeldspürhunde der Landespolizeiinspektion Suhl unterstützt.
Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel ist noch im Gange.
Weitere Angaben können aufgrund der laufenden Ermittlungen nicht gemacht werden.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Thüringen für 2022/2023
Die Drogenraten in Thüringen zwischen 2022 und 2023 blieben relativ stabil. Im Jahr 2022 wurden 10272 Fälle von Drogenkriminalität registriert, wovon 9688 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 7674 Verdächtige, darunter 6390 Männer, 1284 Frauen und 860 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stiegen die Zahlen leicht an, mit 10287 registrierten Fällen und 9768 gelösten Fällen. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 7721, darunter 6475 Männer, 1246 Frauen und 1080 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland, mit insgesamt 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 10.272 | 10.287 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 9.688 | 9.768 |
| Anzahl der Verdächtigen | 7.674 | 7.721 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 6.390 | 6.475 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.284 | 1.246 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 860 | 1.080 |
Quelle: Bundeskriminalamt








