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Dingelstädt: Auto zum Gericht, ohne Erlaubnis

Ein 35-Jähriger nutzte ein fremdes Auto, um zum Gerichtstermin zu gelangen. Nach der Verhandlung wurde er erneut in polizeiliche Obhut genommen.

Foto: Depositphotos

Heilbad Heiligenstadt (ost)

Im Großen und Ganzen verdient das Verhalten Lob, wenn Personen, die von einem Gericht geladen sind, auch tatsächlich zum Termin erscheinen. Allerdings verliert dieses Lob an Bedeutung, wenn dem Erscheinen Straftaten und Ordnungswidrigkeiten vorausgegangen sind.

Ein 35-Jähriger wurde zum Amtsgericht in Heilbad Heiligenstadt vorgeladen – der Termin fand am Donnerstagmittag statt. Der Fahrzeugbesitzer musste in Dingelstädt gegen 11 Uhr eine Notdurft verrichten, was der Geladene ausnutzte, um das offenstehende Auto unrechtmäßig für die Fahrt in die Kreisstadt zu nutzen. Bei seiner Ankunft wurden bereits Fahndungsmaßnahmen nach dem Fahrzeug eingeleitet, welches in der Nähe des Amtsgerichts gefunden wurde – ebenso wie der vermeintliche Täter, der bei der Ankunft der Beamten auf einer Raucherinsel saß und sich auf den Termin vorbereitete. Der 35-Jährige gestand die Tat und wurde nach dem ordnungsgemäß abgehaltenen Verhandlungstermin erneut in polizeiliche Gewahrsam genommen, um die erforderlichen Maßnahmen durchzuführen.

Es stellte sich heraus, dass der Mann weder im Besitz einer Fahrerlaubnis war, noch fahrtüchtig oder berechtigt war, das Auto zu benutzen. Entsprechende Ermittlungsverfahren wegen des unbefugten Gebrauchs des Kraftfahrzeugs und des Fahrens ohne erforderliche Fahrerlaubnis wurden eingeleitet.

Darüber hinaus gab der Mann zu, am Vorabend Betäubungsmittel konsumiert zu haben. Ein Vortest bestätigte diese Aussage, weshalb zur genauen Bestimmung der Konzentration der berauschenden Substanzen im Blut eine Blutprobe entnommen wurde.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Thüringen für 2022/2023

Die Drogenraten in Thüringen zwischen 2022 und 2023 blieben relativ stabil. Im Jahr 2022 wurden 10272 Fälle von Drogenmissbrauch registriert, wovon 9688 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 7674, wobei 6390 männliche und 1284 weibliche Verdächtige waren. 860 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle leicht auf 10287, wobei 9768 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 7721, mit 6475 männlichen und 1246 weiblichen Verdächtigen. 1080 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten Drogenfälle in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 10.272 10.287
Anzahl der aufgeklärten Fälle 9.688 9.768
Anzahl der Verdächtigen 7.674 7.721
Anzahl der männlichen Verdächtigen 6.390 6.475
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.284 1.246
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 860 1.080

Quelle: Bundeskriminalamt

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