Ein Mann wurde nach Unregelmäßigkeiten bei seinem Fahrschein in Untersuchungshaft genommen. Er hatte den Fahrschein gefunden und genutzt, doch weitere Ermittlungen enthüllten, dass er nicht der rechtmäßige Eigentümer war.
Erfurt: Fahrscheinkontrolle in Regionalbahn endet in Haft

Erfurt, Erfurt Hauptbahnhof (ost)
Ein Mann wurde aufgrund einer Ticketkontrolle in Untersuchungshaft genommen.
Am Nachmittag des Mittwochs informierte ein Zugbegleiter die Bundespolizei, da ein Fahrgast auf der Fahrt von Meiningen nach Erfurt mit Unregelmäßigkeiten in seinem Ticket auffiel.
Der 21-jährige Mann besaß ein Deutschlandticket aus einem hessischen Verkehrsverbund, konnte sich jedoch nicht mit einem Ausweisdokument identifizieren. Bei weiteren Ermittlungen durch die Bundespolizeistreife stellte sich heraus, dass der 21-jährige Libyer nicht der rechtmäßige Besitzer des Tickets war. Er gab an, das Ticket gefunden und genutzt zu haben. Ihm wurde der Verdacht der Unterschlagung und des Betrugs vorgeworfen.
Weitere Überprüfungen des Mannes ergaben verschiedene Einträge im polizeilichen Informationssystem. Das Regierungspräsidium aus Freiburg im Breisgau suchte ihn aufgrund eines asylrechtlichen Verstoßes zur Aufenthaltsermittlung. Gleichzeitig lag eine ausländerrechtliche Rückkehrentscheidung gegen den Mann vor. Die Berliner Justiz hatte zudem einen Haftbefehl gegen ihn wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz erlassen.
Die Bundespolizei nahm den Libyer fest. Er verbrachte die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag in Gewahrsam. Gestern wurde er einem Richter vorgeführt, der die Untersuchungshaft bestätigte. Anschließend wurde er von Bundespolizisten in die Justizvollzugsanstalt nach Tonna gebracht.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Thüringen für 2022/2023
Die Drogenraten in Thüringen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Anstieg. Im Jahr 2022 wurden insgesamt 10272 Fälle von Drogenkriminalität erfasst, wovon 9688 Fälle gelöst wurden. Es gab 7674 Verdächtige, darunter 6390 Männer, 1284 Frauen und 860 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der erfassten Fälle auf 10287, wobei 9768 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen stieg auf 7721, darunter 6475 Männer, 1246 Frauen und 1080 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 10.272 | 10.287 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 9.688 | 9.768 |
| Anzahl der Verdächtigen | 7.674 | 7.721 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 6.390 | 6.475 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.284 | 1.246 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 860 | 1.080 |
Quelle: Bundeskriminalamt








