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Erfurt: Unfall am Bahnübergang in Sachsenburg

Am Sonntagabend kam es zu einer Kollision zwischen Pkw und Güterzug. Die 65-jährige Fahrerin wurde schwer verletzt, der Lokführer erlitt einen Schock.

Foto: unsplash

Sachsenburg (ost)

Ein Unfall ereignete sich am Sonntagabend gegen 22:00 Uhr an einem technisch gesicherten Bahnübergang in Sachsenburg im Landkreis Kyffhäuser, bei dem ein Pkw und ein Güterzug kollidierten.

Der Zug war auf dem Weg nach Erfurt. Als der Lokführer sich dem Bahnübergang in Sachsenburg näherte, sah er, dass ein Kleinwagen trotz geschlossener Schrankenanlage auf die Gleise fuhr und dort stehen blieb. Trotz Bremsung konnte der Zusammenstoß nicht verhindert werden. Die Züge können auf diesem Streckenabschnitt mit 80 km/h fahren. Die 65-jährige Fahrerin des Pkw wurde schwer verletzt und ins Krankenhaus gebracht.

Der Lokführer erlitt einen Schock und musste behandelt werden.

An der Unfallstelle waren Polizeistreifen des Kyffhäuser Polizeireviers und der Bundespolizeiinspektion Erfurt im Einsatz. Auch örtliche Feuerwehren, das Notfallmanagement der Deutschen Bahn, medizinisches Personal, Bahn-Techniker und das Umweltamt des Landkreises waren vor Ort aktiv.

Wegen der Arbeiten am Unfallort, der polizeilichen Untersuchungen und der Rettungsmaßnahmen mussten sowohl der Streckenabschnitt für den Zugverkehr als auch der Bahnübergang für den Straßenverkehr bis kurz nach 1:00 Uhr gesperrt werden.

Es liegen noch keine abschließenden Schadensberichte vor. Ersten vorsichtigen Schätzungen zufolge belaufen sich die Schäden am Güterzug, am Bahnübergang und im Gleisbereich auf etwa 70.000 Euro. Der Kleinwagen wurde vermutlich total beschädigt.

Die Bundespolizei ermittelt gegen die Fahrerin des Pkw wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Thüringen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Thüringen insgesamt 50.477 Verkehrsunfälle. Davon waren 5.589 Unfälle mit Personenschaden, was 11,07% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 4,16% aus, was 2.102 Unfällen entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 361 Fällen registriert, was 0,72% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 42.425, was 84,05% entspricht. Innerorts ereigneten sich 4.335 Unfälle (8,59%), außerorts (ohne Autobahnen) 2.203 Unfälle (4,36%) und auf Autobahnen 681 Unfälle (1,35%). Insgesamt gab es 97 Getötete, 1.476 Schwerverletzte und 5.646 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 50.477
Unfälle mit Personenschaden 5.589
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 2.102
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 361
Übrige Sachschadensunfälle 42.425
Ortslage – innerorts 4.335
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 2.203
Ortslage – auf Autobahnen 681
Getötete 97
Schwerverletzte 1.476
Leichtverletzte 5.646

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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