Über 300 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer kontrolliert. Bei bundesweiter Schwerpunktprüfung wurden 10 Depots und Verteilzentren überprüft, 100 Zöllnerinnen und Zöllner befragten 313 Beschäftigte zu Arbeitsverhältnissen.
Erfurt: Zoll prüft Kurier- und Paketdienstleister

Erfurt (ost)
Der Zoll führte am Mittwoch (06.05.2026) eine bundesweite Schwerpunktprüfung gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung im Kurier-, Express- und Paketdienstleistungsgewerbe durch und überprüfte insgesamt zehn Depots und Verteilzentren (vier in Thüringen und sechs in Südwestsachsen).
Im Fokus standen sämtliche Aktivitäten der Branche, wie beispielsweise das Einsammeln, Transportieren und Umschlagen sowie die Zustellung von Sendungen. Der Zoll kontrollierte auch die Zusteller während ihrer Routen.
In Thüringen und Südwestsachsen waren insgesamt 100 Zöllner (70 in Thüringen und 30 in Südwestsachsen) im Einsatz und befragten 313 Beschäftigte zu ihren Arbeitsverhältnissen (231 in Thüringen und 82 in Südwestsachsen).
Neben der Überprüfung der Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohns prüfte der Zoll auch, ob die Arbeitgeber ihre Angestellten ordnungsgemäß zur Sozialversicherung angemeldet haben, ob Beschäftigte unrechtmäßig Sozialleistungen erhalten haben und ob ausländische Arbeitskräfte die erforderlichen Arbeitsgenehmigungen oder Aufenthaltstitel besitzen.
Die Beschäftigten der Kurier-, Express- und Paketdienste haben Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn von 13,90 Euro pro Stunde. Vereinbarungen, die diesen Anspruch unterschreiten, sind nichtig und werden bestraft, wenn sie aufgedeckt werden.
Der Zoll identifizierte in 60 Fällen Hinweise auf potenzielle Unregelmäßigkeiten, die weiter untersucht werden müssen:
Nach dieser Schwerpunktprüfung folgen umfangreiche Nachkontrollen. Der Zoll wird die vor Ort gesammelten Daten der Beschäftigten mit den Lohn- und Finanzunterlagen der Arbeitgeber abgleichen und weitere Geschäftsunterlagen überprüfen. Dabei arbeitet der Zoll eng mit der Deutschen Rentenversicherung und anderen Behörden zusammen.
Quelle: Presseportal








