Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit kontrollierte verstärkt die Landwirtschaft in Thüringen und Südwestsachsen. Es wurden mögliche Unregelmäßigkeiten festgestellt und weitere Nachprüfungen angekündigt.
Erfurt: Zoll prüft Landwirtschaft in Thüringen und Südwestsachsen

Erfurt (ost)
Die Zollfahndung Schwarzarbeit hat in der ersten Juniwoche verstärkt die Landwirtschaftsbranche in Thüringen und Südwestsachsen überprüft.
60 Zollbeamte waren im Einsatz (41 in Thüringen und 19 in Südwestsachsen), die insgesamt 135 Arbeitnehmer (67 in Thüringen und 68 in Südwestsachsen) in 23 Betrieben oder landwirtschaftlichen Anbauflächen zu ihren Arbeitsverhältnissen befragten (13 in Thüringen und 10 in Südwestsachsen).
In 30 Fällen hat der Zoll Hinweise auf mögliche Unregelmäßigkeiten festgestellt, die weiter überprüft werden müssen:
Arbeitnehmer in der Landwirtschaft haben Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn von 13,90 Euro brutto pro Stunde. Vereinbarungen mit dem Arbeitgeber, die diesen Anspruch unterschreiten, sind nichtig und werden bei Entdeckung bestraft.
Neben der Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohns hat der Zoll auch überprüft, ob die Arbeitgeber ihre Arbeitnehmer ordnungsgemäß zur Sozialversicherung angemeldet haben, ob Arbeitnehmer zu Unrecht Sozialleistungen erhalten haben oder erhalten und ob ausländische Arbeitnehmer die erforderlichen Arbeitsgenehmigungen oder Aufenthaltstitel für die Beschäftigung besitzen.
An diese Kontrollen schließen sich nun umfangreiche Nachprüfungen an. Der Zoll wird die vor Ort erhobenen Daten der Arbeitnehmer mit der Lohn- und Finanzbuchhaltung der Arbeitgeber abgleichen und weitere Geschäftsunterlagen überprüfen.
Quelle: Presseportal








