Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Frankenblick: Tierschutzverstoß nach Mäharbeiten

Feldhasen schwer verletzt, Ermittlungen gegen Landwirt eingeleitet. Wildtiere während Mähsaison besonders gefährdet.

Foto: unsplash

Frankenblick (ost)

Während der Mäharbeiten auf einem landwirtschaftlichen Gelände im Landkreis Sonneberg wurden gestern mindestens zwei junge Feldhasen so schwer verletzt, dass Polizeibeamte sie aus tierschutzrechtlichen Gründen von ihrem Leiden erlösen mussten. Die Tiere wurden während des Mähens erfasst und schwer verletzt gefunden. Gegen den verantwortlichen Landwirt wird wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz ermittelt. Die Ermittlungen sind im Gange.

Die Polizei möchte darauf hinweisen, dass insbesondere während der Mähsaison Wildtiere wie Rehkitze, Bodenbrüter und junge Feldhasen besonders gefährdet sind. Jungtiere bleiben bei Gefahr oft regungslos im hohen Gras und sind für Maschinenführer schwer zu erkennen. Laut geltendem Recht ist es die Aufgabe des Bewirtschafters oder Maschinenführers, geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen, um unnötiges Tierleid zu verhindern.

Zu den möglichen Schutzmaßnahmen gehören das frühzeitige Absuchen von Flächen, Vergrämungsmaßnahmen, die Abstimmung mit Jagdausübungsberechtigten sowie der Einsatz moderner Technologien wie beispielsweise Drohnen mit Wärmebildkameras. Das Mähen ohne angemessene Schutzvorkehrungen kann unter Umständen strafrechtliche Konsequenzen haben. Gemäß § 17 des Tierschutzgesetzes können das Töten oder die erhebliche Verletzung von Wirbeltieren ohne vernünftigen Grund mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe geahndet werden.

Quelle: Presseportal

Karte für diesen Artikel

nf24