Die Polizei Gera stellte bei Verkehrskontrollen zahlreiche Fahrer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss fest, darunter auch E-Scooter-Fahrer und Pkw-Fahrer.
Gera und Ronneburg: Verstöße gegen Alkohol- und Drogenverbot im Straßenverkehr festgestellt

Gera und Ronneburg (ost)
Während der Verkehrskontrollen stellte die Polizei Gera am Freitag (10.07.2026) und in der Nacht zum Sonntag (12.07.2026) insgesamt acht Verkehrsteilnehmer fest, die unter dem Einfluss von Alkohol oder berauschenden Mitteln am Straßenverkehr beteiligt waren.
Am Freitagmorgen wurde um 11:50 Uhr in der Amthorstraße ein 37-jähriger E-Scooter-Fahrer von Polizeibeamten kontrolliert. Ein Drogenvortest war positiv auf Cannabis.
Nur wenige Stunden später, um 14:10 Uhr, wurde in der Talstraße/Ecke Schmelzhüttenstraße ein weiterer 39-jähriger E-Scooter-Fahrer kontrolliert. Auch bei ihm reagierte ein Drogenvortest positiv auf Cannabis.
Später am Tag, um 19:00 Uhr, wurde in der Vogtlandstraße ein 28-jähriger Autofahrer entdeckt, dessen Drogentest ebenfalls positiv auf Cannabis ausfiel.
Um 22:00 Uhr kontrollierten Beamte in der Straße der Jugend einen 38-jährigen Autofahrer eines Mazda. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,8 Promille.
Kurz darauf, um 23:00 Uhr, wurde in der Prof.-Simmel-Straße eine 53-jährige Autofahrerin eines Toyota einer Verkehrskontrolle unterzogen. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,6 Promille.
Nur wenige Minuten später, um 23:20 Uhr, kontrollierten Polizeibeamte in der August-Bebel-Straße in Ronneburg einen 30-jährigen Fahrer eines Peugeot. Neben einer leichten Alkoholisierung stellten die Beamten auch einen Einfluss von Cannabis bei ihm fest.
Am Sonntagabend (11.07.2026) wurde um 20:25 Uhr in der Franz-Stephan-Straße in Gera ein 42-jähriger Autofahrer kontrolliert. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,03 Promille. Zusätzlich konnte der Mann keine gültige Fahrerlaubnis vorzeigen. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen Trunkenheit im Verkehr sowie Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt. Eine Blutentnahme wurde im Krankenhaus durchgeführt.
In den frühen Morgenstunden des Sonntags (12.07.2026) kontrollierten Polizeibeamte um 01:30 Uhr einen 41-jährigen Radfahrer im Bereich Wiesestraße/Debschwitzer Straße. Ein Atemalkoholtest ergab 2,63 Promille. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr eingeleitet und eine Blutentnahme durchgeführt.
In allen Fällen wurden die Weiterfahrten untersagt und die entsprechenden Ordnungswidrigkeiten- bzw. Strafverfahren eingeleitet.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Thüringen für 2022/2023
Die Drogenraten in Thüringen zwischen 2022 und 2023 blieben relativ stabil. Im Jahr 2022 wurden insgesamt 10.272 Fälle von Drogenkriminalität registriert, wovon 9.688 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 7.674, davon waren 6.390 männlich, 1.284 weiblich und 860 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle leicht auf 10.287, wobei 9.768 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 7.721, darunter 6.475 männliche, 1.246 weibliche und 1.080 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an aufgezeichneten Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 10.272 | 10.287 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 9.688 | 9.768 |
| Anzahl der Verdächtigen | 7.674 | 7.721 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 6.390 | 6.475 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.284 | 1.246 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 860 | 1.080 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Thüringen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Thüringen insgesamt 50.477 Verkehrsunfälle. Davon waren 5.589 Unfälle mit Personenschaden, was einem Anteil von 11,07% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 2.102 Fälle aus, was 4,16% aller Unfälle entspricht. 361 Unfälle wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht, was lediglich 0,72% ausmacht. Die meisten Unfälle (84,05%) waren übrige Sachschadensunfälle. Innerorts ereigneten sich 4.335 Unfälle (8,59%), außerorts (ohne Autobahnen) 2.203 Unfälle (4,36%) und auf Autobahnen 681 Unfälle (1,35%). Insgesamt gab es 97 Getötete, 1.476 Schwerverletzte und 5.646 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 50.477 |
| Unfälle mit Personenschaden | 5.589 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 2.102 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 361 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 42.425 |
| Ortslage – innerorts | 4.335 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 2.203 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 681 |
| Getötete | 97 |
| Schwerverletzte | 1.476 |
| Leichtverletzte | 5.646 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








