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Gotha: Verkehrskontrollen – Alkohol und Drogen

Die Polizei führt gezielte Kontrollen zur Fahrtüchtigkeit durch. Alkohol und Drogen erhöhen das Unfallrisiko im Straßenverkehr.

Foto: Depositphotos

LPI Gotha (Wartburgkreis, Landkreis Gotha, Ilm-Kreis) (ost)

Alkohol und Drogen bleiben weiterhin Hauptursachen für Unfälle im Straßenverkehr. Der Gebrauch von Rauschmitteln und Betäubungsmitteln beeinträchtigt nicht nur die Wahrnehmung, sondern auch die Reaktionsfähigkeit, das Urteilsvermögen und die Konzentration. Das Risiko, einen schwerwiegenden Verkehrsunfall zu verursachen, steigt deutlich an. Im Jahr 2025 gab es statistisch gesehen alle sieben Tage einen Verkehrsunfall unter Drogeneinfluss und sogar alle drei Tage einen Verkehrsunfall unter Alkoholeinfluss im Zuständigkeitsbereich der Landespolizeiinspektion Gotha.

Aus diesem Grund führte die Polizei Eisenach nach einem Festival für elektronische Tanzmusik gezielte Verkehrskontrollen im Umfeld der Veranstaltung in Gerstungen/Lauchröden durch. Insbesondere wurde in den frühen Morgenstunden des 19. Juli die Fahrtüchtigkeit der Verkehrsteilnehmer hinsichtlich Alkohol- oder Drogeneinfluss überprüft.

Im Rahmen der Kontrollen wurden 163 Fahrzeuge überprüft. Fünf Fahrer hatten vor Fahrtantritt offensichtlich alkoholische Getränke konsumiert, wie Atemalkoholmessungen ergaben. Bei einem 36-jährigen Fahrer eines Volkswagen Transporters zeigte das Gerät einen Wert von etwa 1,0 Promille an. Darüber hinaus reagierten fünf Drogenvortests positiv auf verschiedene Betäubungsmittel. Offensichtlich hatten die Fahrer hauptsächlich Cannabis konsumiert, bevor sie losfuhren.

In zehn Fällen wurde die Weiterfahrt untersagt und Blutentnahmen zur Beweissicherung angeordnet. Gegen die Fahrer wurden entsprechende Verfahren eingeleitet.

Die Kontrollen der Polizeiinspektion Eisenach wurden von Kräften der Landespolizeiinspektion Gotha unterstützt. (ma)

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Thüringen für 2022/2023

Die Drogenraten in Thüringen zwischen 2022 und 2023 blieben relativ stabil. Im Jahr 2022 wurden insgesamt 10.272 Fälle von Drogenkriminalität registriert, wovon 9.688 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 7.674, wobei 6.390 männliche Verdächtige und 1.284 weibliche Verdächtige waren. Darüber hinaus gab es 860 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle leicht auf 10.287, wobei 9.768 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 7.721, darunter 6.475 männliche Verdächtige, 1.246 weibliche Verdächtige und 1.080 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 10.272 10.287
Anzahl der aufgeklärten Fälle 9.688 9.768
Anzahl der Verdächtigen 7.674 7.721
Anzahl der männlichen Verdächtigen 6.390 6.475
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.284 1.246
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 860 1.080

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Thüringen für 2023

Im Jahr 2023 ereigneten sich in Thüringen insgesamt 50.477 Verkehrsunfälle. Davon waren 5.589 Unfälle mit Personenschaden, was einem Anteil von 11,07% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 2.102 Fälle aus, was 4,16% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 361 Fällen registriert, was einem Anteil von 0,72% entspricht. Die meisten Unfälle (84,05%) waren übrige Sachschadensunfälle. Innerorts ereigneten sich 4.335 Unfälle (8,59%), außerorts (ohne Autobahnen) 2.203 Unfälle (4,36%) und auf Autobahnen 681 Unfälle (1,35%). Insgesamt gab es 97 Getötete, 1.476 Schwerverletzte und 5.646 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 50.477
Unfälle mit Personenschaden 5.589
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 2.102
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 361
Übrige Sachschadensunfälle 42.425
Ortslage – innerorts 4.335
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 2.203
Ortslage – auf Autobahnen 681
Getötete 97
Schwerverletzte 1.476
Leichtverletzte 5.646

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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