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Jena: Thüringenderby Bilanz der Bundespolizei

Rückblick auf bahnseitige Fanan- und -abreisen im Zusammenhang mit dem Thüringenderby. Das letzte Derby der Saison 2025/2026 verlief friedlich, aber mit Sachbeschädigungen im Zug durch Gästefans.

Symbolbild der Bundespolizei; Fair Play gilt auch bei bahnseitigen Fußballfanreisen
Foto: Presseportal.de

Jena, Erfurt (ost)

Der letzte Thüringenderby in der aktuellen Saison 2025/2026 der Regionalliga Nordost zwischen den Teams von FC Carl Zeiss Jena und FC Rot-Weiß Erfurt ist Vergangenheit.

Die Besonderheit des Thüringer Fußballgipfels und somit auch im polizeilichen Einsatz war, dass die Fans des Erfurter Fußballclubs das Spiel nicht im Stadion verfolgten. Trotzdem reisten 730 Erfurter Fußballfans am Vormittag mit zwei Zügen nach Jena, um dort ihren Standpunkt zu den Gästekartenkontingenten in Form einer Demonstration auf die Straße zu bringen. Die Zugfahrten nach Jena verliefen ohne Zwischenfälle und friedlich.

Zwischen 12:45 Uhr und 13:15 Uhr fuhren die etwas mehr als 700 rot-weißen Anhänger nach Abschluss ihrer Demonstration zurück nach Erfurt. Die ruhige Anreisebilanz konnte für die Rückfahrt nicht aufrechterhalten werden. Ein Intercity wurde an der Außenwand vielfältig mit Stickern beklebt. Doch schwerwiegender sind die Sachbeschädigungen im Zug. Mehrere Sitzpolster wurden beschädigt und in der Zugtoilette wurde ein Graffiti mit Vereinsbezug angebracht. Zudem wurden einige Kopfstützen in zwei Wagen beschädigt. Aufgrund dessen wurde der Zug, der eigentlich für eine Weiterreise vorgesehen war, aus dem Verkehr gezogen.

Der verursachte Schaden kann noch nicht beziffert werden. Die Bundespolizei ermittelt nun wegen der Sachbeschädigungen, die mutmaßlich von den bahnreisenden Gästefans verursacht wurden.

Auch etwas mehr als 1000 Fans des Heimteams nutzten die Bahn als Transportmittel, um nach Jena zu gelangen. Die Bundespolizei konnte dabei keine Vorfälle feststellen. Die Rückreise zu den Ausgangsorten wird voraussichtlich über den Nachmittag und die Abendstunden verteilt sein.

Der verstärkten Bundespolizeiinspektion Erfurt gelang es insbesondere an bahnseitigen Schnittstellen und Zwischenbahnhöfen, rivalisierende Fußballfans zu trennen und direkte Konfrontationen zu verhindern. Diensthunde, Luftunterstützung und Teileinheiten der Bundesbereitschaftspolizei haben dazu beigetragen, dass dieses Einsatzziel erreicht wurde.

Quelle: Presseportal

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