Der gestrige Himmelfahrtstag verlief weitestgehend ruhig aus polizeilicher Sicht. Dennoch gab es mehrere Einsätze, darunter beschädigte Leitpfosten und einen Schwerverletzten nach Sturz von einem Kremserwagen.
Löhma: Feiertag im Saale-Orla-Kreis

Saale-Orla-Kreis (ost)
Der vergangene Feiertag verlief im Saale-Orla-Kreis aus Sicht der Polizei größtenteils ruhig. Trotzdem gab es im Laufe des Tages mehrere Einsätze, zu denen die Polizei Ermittlungen aufgenommen hat.
Beschädigte und fehlende Leitpfosten zwischen Oettersdorf und Löhma
Am gestrigen Nachmittag wurde bekannt, dass auf der Strecke zwischen Oettersdorf und Löhma mehrere Leitpfosten fehlen. Drei dieser Pfosten konnten von Polizeibeamten gefunden und wieder aufgestellt werden. Weitere drei Leitpfosten sind jedoch beschädigt oder verschwunden. Die Polizei bittet Zeugen, die Informationen zum Vorfall oder möglichen Tätern haben, sich bei der Polizei in Schleiz zu melden.
Schwerverletzter nach Sturz von Kremserwagen
Kurz vor 15 Uhr kam es auf der Landesstraße 2365 zwischen Peuschen und Posen zu einem Unfall mit einem sogenannten Kremserwagen. Das Gespann verlangsamte oder stoppte kurz vor der Einmündung „Bankschenke“. Beim Verlassen des Anhängers stürzte ein 25-jähriger Mann und fiel auf den Kopf. Dabei erlitt er schwere Verletzungen und musste vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht werden. Nach bisherigen Erkenntnissen stand der Mann unter erheblichem Alkoholeinfluss.
Polizeieinsatz an der Bleilochtalsperre
Zusätzlich kam es gestern Nachmittag zu einem Einsatz an der Bleilochtalsperre. Zunächst wurde der Polizei mitgeteilt, dass sich eine hilflose Person im Wasser befindet. Vor Ort stellte sich heraus, dass zwei betrunkene Männer im Alter von 34 und 43 Jahren mit einem Boot auf dem Bleilochstausee unterwegs waren. Aufgrund des Alkoholkonsums war einer der Männer nicht mehr in der Lage, das Boot sicher zu steuern und fiel ins Wasser. Im Verlauf der polizeilichen Maßnahmen wurde der 43-jährige Mann zunehmend aggressiv, sodass er in Handschellen gelegt werden musste. Anschließend wurde er zur Entnahme einer Blutprobe ins Krankenhaus gebracht. Gegen die beiden Männer wurden mehrere Anzeigen erstattet.
Körperverletzungsdelikte in Weisbach
Auch gestern Nachmittag kam es in Weisbach zu mehreren wechselseitigen Körperverletzungen. Kurz vor 16 Uhr beobachteten Anwohner einen Sprinter, der mit mehreren Männern besetzt war und offensichtlich Schrott sammelte, der mehrere Häuser anfuhr. Im weiteren Verlauf kam es zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung, die schließlich in eine Schlägerei mündete, an der zeitweise bis zu 30 Personen beteiligt gewesen sein sollen. Nach bisherigen Erkenntnissen benutzten die Schrottsammler Gegenstände wie Eisenstangen und eine Axt, um aus dem Ort zu fliehen. Glücklicherweise wurden nur zwei Personen leicht verletzt und vor Ort vom Rettungsdienst behandelt. Die genauen Hintergründe des Vorfalls sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen, die von der Polizei in Schleiz durchgeführt werden. Der mutmaßlich teilweise illegal gesammelte Schrott wurde von der Polizei beschlagnahmt, die Identitäten der fünf Schrottsammler sind bekannt.
Weitere Körperverletzungsdelikte in Bad Lobenstein und Saalburg-Ebersdorf
Auch bei einer Veranstaltung in Bad Lobenstein kam es am Donnerstagabend zu körperlichen Auseinandersetzungen zwischen mehreren Personen. Nach bisherigen Erkenntnissen gerieten betrunkene Beteiligte zunächst in einen Streit. Dabei wurden mehrere Personen leicht verletzt.
Kurz vor Mitternacht kam es auch auf einem Campingplatz in Saalburg-Ebersdorf zu einer weiteren körperlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren betrunkenen Personen. Auch in diesem Fall verliefen die Körperverletzungen relativ glimpflich. Entsprechende Anzeigen wurden erstattet.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Thüringen für 2022/2023
Die Drogenraten in Thüringen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Anstieg. Im Jahr 2022 wurden 10272 Fälle erfasst, wobei 9688 davon gelöst wurden. Es gab insgesamt 7674 Verdächtige, darunter 6390 Männer, 1284 Frauen und 860 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der erfassten Fälle auf 10287, wobei 9768 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen stieg ebenfalls auf 7721, darunter 6475 Männer, 1246 Frauen und 1080 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 10.272 | 10.287 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 9.688 | 9.768 |
| Anzahl der Verdächtigen | 7.674 | 7.721 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 6.390 | 6.475 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.284 | 1.246 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 860 | 1.080 |
Quelle: Bundeskriminalamt








