Polizei ermittelt gegen jugendliche Fahrer wegen illegaler Modifikationen und fehlender Fahrerlaubnis
Oppurg: Manipulierte Mopeds flüchten vor Kontrolle

Oppurg (ost)
Am Mittwoch, dem 22.07.2026, um etwa 23.45 Uhr, planten Polizeibeamte in der Ernst-Thälmann-Straße in Oppurg, zwei Mopeds einer Verkehrskontrolle zu unterziehen.
Anstelle anzuhalten, beschleunigten beide Fahrer ihre Fahrzeuge und versuchten, der Kontrolle zu entkommen. Zuweilen verfolgten die Beamten die Mopeds mit Geschwindigkeiten von bis zu 90 km/h. Beide Fahrer überquerten Kreuzungen mit hoher Geschwindigkeit. Aufgrund des Fahrverhaltens hätte es vor allem im innerstädtischen Bereich zu gefährlichen Situationen mit anderen Verkehrsteilnehmern oder Fußgängern kommen können.
Die eingesetzten Polizeibeamten verfolgten zwar weiterhin die Mopeds, passten jedoch ihre Fahrweise der Verkehrslage an. Die oberste Priorität war es, unbeteiligte Verkehrsteilnehmer und Fußgänger nicht zu gefährden. Daher wurde die Verfolgung mit angemessener Vorsicht durchgeführt und kein unverhältnismäßiges Risiko eingegangen.
Kurz darauf trennten sich die beiden Fahrer und fuhren in verschiedene Richtungen. Einer der Fahrer wurde kurze Zeit später von den Beamten auf einem Feld zusammen mit seinem abgestellten Moped entdeckt.
Während der folgenden Kontrolle gab es Hinweise darauf, dass das Moped technisch verändert worden war und somit eine deutlich höhere Geschwindigkeit erreichen konnte als erlaubt.
Auch der zweite Fahrer konnte später ermittelt werden. Bei seinem Fahrzeug gab es ebenfalls Hinweise auf eine unzulässige technische Veränderung.
Die beiden 16 und 17 Jahre alten Jugendlichen durften die Fahrzeuge in diesem Zustand nicht im öffentlichen Straßenverkehr benutzen. Durch die mutmaßlichen Veränderungen war die Betriebserlaubnis erloschen. Außerdem reichte die vorhandene Fahrerlaubnis der Klasse AM nicht mehr für die tatsächlich erreichbare Fahrzeugleistung aus.
Die Polizei leitete Strafverfahren unter anderem wegen des Verdachts eines illegalen Kraftfahrzeugrennens sowie des Fahrens ohne die erforderliche Fahrerlaubnis ein. Zudem wurden die Führerscheine der beiden Jugendlichen beschlagnahmt und nach Absprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft wurde ein Moped eingezogen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Thüringen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Thüringen insgesamt 50.477 Verkehrsunfälle. Davon waren 5.589 Unfälle mit Personenschaden, was 11,07% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 4,16% der Gesamtanzahl aus, was 2.102 Unfällen entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren mit 361 Fällen oder 0,72% vertreten. Die meisten Unfälle, nämlich 84,05%, waren übrige Sachschadensunfälle, insgesamt 42.425. Innerorts ereigneten sich 4.335 Unfälle (8,59%), außerorts (ohne Autobahnen) 2.203 Unfälle (4,36%) und auf Autobahnen 681 Unfälle (1,35%). Insgesamt gab es 97 Getötete, 1.476 Schwerverletzte und 5.646 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 50.477 |
| Unfälle mit Personenschaden | 5.589 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 2.102 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 361 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 42.425 |
| Ortslage – innerorts | 4.335 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 2.203 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 681 |
| Getötete | 97 |
| Schwerverletzte | 1.476 |
| Leichtverletzte | 5.646 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








