Ein 17-jähriger Radfahrer versucht, sich in Erfurt einer Polizeikontrolle zu entziehen. Trotz Gegenwehr werden Betäubungsmittel, Bargeld und ein Messer gefunden.
Radfahrer flüchtet vor Polizeikontrolle in Erfurt

Erfurt (ost)
In der vergangenen Nacht versuchte ein Radfahrer in Erfurt vergeblich, einer Polizeikontrolle zu entkommen. Gegen 01:15 Uhr wollten Polizeibeamte in der Liebknechtstraße einen 17-Jährigen und seine 16-jährige Begleiterin überprüfen. Der Jugendliche entschied sich dann, mit seinem Fahrrad zu flüchten, indem er zunächst seinen Rucksack und später auch das Rad wegwirft. Nach einer kurzen Verfolgung konnten die Polizisten ihn trotz erheblichen Widerstands festnehmen. Bei der anschließenden Durchsuchung des Rucksacks entdeckten die Beamten verschiedene Betäubungsmittel, Bargeld und ein Messer. Somit war auch der Grund für seine Flucht klar. Außerdem stellten die Beamten fest, dass das Fahrrad der 16-Jährigen seit mehreren Monaten zur Fahndung ausgeschrieben war. Die Betäubungsmittel, das Messer und das Fahrrad wurden konfisziert. Gegen die beiden Jugendlichen wurden Ermittlungsverfahren wegen unerlaubten Drogenhandels, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Hehlerei eingeleitet.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Thüringen für 2022/2023
Die Drogenraten in Thüringen zwischen 2022 und 2023 blieben relativ stabil. Im Jahr 2022 wurden 10272 Fälle von Drogenkriminalität registriert, wovon 9688 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 7674 Verdächtige, darunter 6390 Männer, 1284 Frauen und 860 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der aufgezeichneten Fälle leicht auf 10287, wobei 9768 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 7721, darunter 6475 Männer, 1246 Frauen und 1080 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten Drogenfälle in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 10.272 | 10.287 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 9.688 | 9.768 |
| Anzahl der Verdächtigen | 7.674 | 7.721 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 6.390 | 6.475 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.284 | 1.246 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 860 | 1.080 |
Quelle: Bundeskriminalamt








