Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Selbstjustiz in Greiz endet mit Großeinsatz der Polizei

Eine Männergruppierung verübte Überfälle und Angriffe in Greiz, bei denen Personen verletzt wurden. Die Polizei sucht Zeugen und Hinweise zu den Tätern.

Foto: Depositphotos

Greiz (ost)

Greiz. Am Abend des Samstags (16.05.2026) versetzte eine Gruppe von vier Männern die Greizer Polizei in Alarmbereitschaft. Gegen 23:00 Uhr wurde ein Überfall in der Oberen Silberstraße in Greiz gemeldet. Die Anruferin und ihr Partner wurden von 4 Personen an ihrer Wohnadresse angegriffen. Der Mann wurde unter anderem mit Pfefferspray attackiert. Die Täter, von denen 2 identifiziert werden konnten, planten offenbar Selbstjustiz an den Nachbarn der Opfer zu üben, aufgrund eines vorangegangenen Vorfalls.

Nur kurze Zeit später ereignete sich eine ähnliche Tat in der Eichbergstraße in Greiz. Ein 40-jähriger Mann wurde von 4 Personen durch Tritte und Schläge verletzt. Zudem wurde von Zeugen ein Schussgeräusch gehört. Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass einer der Täter eine Schreckschusswaffe abgefeuert hatte. Dabei wurde niemand verletzt. Die Täter flüchteten dann in einem dunklen PKW vom Tatort. Der Geschädigte erlitt eine Verletzung im Gesichtsbereich. Er konnte die Täter nicht identifizieren, aber die Polizei geht davon aus, dass die Taten zusammenhängen und von derselben Gruppe begangen wurden. Die beiden unbekannten Täter wurden wie folgt beschrieben: beide haben einen ausländischen Phänotyp und sind 20 – 25 Jahre alt, einer trug eine Kurzhaarfrisur und einen dunklen Mantel. Die Polizeiinspektion Greiz bittet Zeugen, die Hinweise zu den Taten und den unbekannten Tätern geben können, sich im Rahmen der Ermittlungen unter 03661/6210 (Bezugsnummer 0121059/2026) zu melden.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Thüringen für 2022/2023

Die Mordraten in Thüringen zwischen 2022 und 2023 sind leicht gesunken. Im Jahr 2022 wurden 34 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur 26 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 32 auf 24 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 36 auf 31, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen konstant bei 28 blieb, während die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 8 auf 3 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen verringerte sich ebenfalls von 12 auf 7. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 34 26
Anzahl der aufgeklärten Fälle 32 24
Anzahl der Verdächtigen 36 31
Anzahl der männlichen Verdächtigen 28 28
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 8 3
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 12 7

Quelle: Bundeskriminalamt

Karte für diesen Artikel

nf24