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Sondershausen: Speed-Marathon in Nordthüringen – Polizei ertappt Raser

Die Thüringer Polizei führte Geschwindigkeitskontrollen durch und erwischte 357 Temposünder. Verwarngelder bis zu 55 Euro und Bußgelder mit Punkten in der Verkehrssünderkartei wurden verhängt.

Foto: unsplash

Nordthüringen (ost)

In der Zeit vom 3. bis zum 9. August beteiligte sich die Thüringer Polizei am Speed-Marathon. Es wurden verstärkt Geschwindigkeitskontrollen an Unfall- und Gefahrenstellen durchgeführt. Die Überprüfung erfolgte sowohl durch Polizeibeamte, als auch automatisiert durch die Aufnahme von Blitzerfotos.

Insgesamt wurden während der Kontrollperiode knapp 5600 Fahrzeuge überprüft. Dabei wurden 357 Fahrer mit Geschwindigkeitsüberschreitungen erwischt. In den meisten Fällen erwartet die Temposünder eine Geldbuße von bis zu 55 Euro. Einige Fahrer müssen Bußgelder zahlen und erhalten Punkte in Flensburg. Innerhalb einer Ortschaft wurde im Landkreis Nordhausen ein Verstoß festgestellt, bei dem ein Fahrer mit 122 km/h anstatt der erlaubten 50 km/h gemessen wurde. Außerhalb einer Ortschaft wurde in Sondershausen ein Fahrer mit 180 km/h erwischt, was 80 km/h über dem erlaubten Limit liegt.

Insgesamt zeigten die Schwerpunktkontrollen jedoch ihre Wirkung. An vielen Kontrollstellen wurden weniger Geschwindigkeitsverstöße festgestellt als außerhalb der Speed-Marathon-Woche. Die beiden genannten Beispiele zeigen jedoch, dass Geschwindigkeitskontrollen ein notwendiges Mittel sind, um Raserei sowohl innerhalb als auch außerhalb von Ortschaften einzudämmen. Unangepasste Geschwindigkeit bleibt weiterhin eine der Hauptursachen für Unfälle auf Thüringens Straßen.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Thüringen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Thüringen insgesamt 50.477 Verkehrsunfälle. Davon waren 5.589 Unfälle mit Personenschaden, was 11,07% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 4,16% der Gesamtzahl aus, was 2.102 Unfällen entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren mit 361 Fällen oder 0,72% eher selten. Die meisten Unfälle waren Übrige Sachschadensunfälle mit 42.425 Fällen oder 84,05%. Innerorts ereigneten sich 4.335 Unfälle (8,59%), außerorts (ohne Autobahnen) 2.203 Unfälle (4,36%) und auf Autobahnen 681 Unfälle (1,35%). Insgesamt gab es 97 Getötete, 1.476 Schwerverletzte und 5.646 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 50.477
Unfälle mit Personenschaden 5.589
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 2.102
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 361
Übrige Sachschadensunfälle 42.425
Ortslage – innerorts 4.335
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 2.203
Ortslage – auf Autobahnen 681
Getötete 97
Schwerverletzte 1.476
Leichtverletzte 5.646

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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