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Weimar: Falscher Support-Mitarbeiter erbeutet über 2.300 Euro

Ein 83-jähriger Mann fiel einem Betrug zum Opfer, als er einen angeblichen Support-Mitarbeiter anrief, der sich als solcher ausgab und 2.391 Euro von seinem Konto abbuchte.

Foto: unsplash

Weimar/Weimarer Land (ost)

Ein 83-jähriger Mann in Weimar wurde Opfer eines Betrugs. Laut dem Geschädigten wollte er im Internet ein Handbuch für sein Mobiltelefon herunterladen. Auf seinem Laptop erschien jedoch eine Sperrmeldung mit der Anweisung, eine bestimmte Telefonnummer anzurufen. Der ältere Mann befolgte die Anweisungen und erreichte einen vermeintlichen Support-Mitarbeiter. Dieser sagte, dass eine Sicherheitssoftware oder Firewall eingerichtet werden müsse und die Zustimmung des Geschädigten erforderlich sei. Später wurde der Mann dazu gebracht, die Foto-TAN-Funktion seiner Bank zu nutzen. Es stellte sich heraus, dass die Freigaben nicht zur Computersicherheit, sondern zur Durchführung von Banktransaktionen gedacht waren. Als Folge wurden 2.391 Euro vom Konto des 83-Jährigen abgebucht. Die Polizei hat die Untersuchungen aufgenommen und warnt erneut vor sogenannten Tech-Support-Betrugsmaschen. Seriöse Unternehmen fordern ihre Kunden weder telefonisch zur Freigabe von Bankgeschäften auf noch verlangen sie TAN-Nummern oder Foto-TAN-Bestätigungen.

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Thüringen für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Thüringen zwischen 2022 und 2023 sind gestiegen. Im Jahr 2022 wurden 2958 Fälle registriert, von denen 993 gelöst wurden. Es gab insgesamt 755 Verdächtige, darunter 500 Männer, 255 Frauen und 119 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 3161, wobei 1083 Fälle gelöst wurden. Es gab 834 Verdächtige, darunter 542 Männer, 292 Frauen und 143 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu hatte Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 2.958 3.161
Anzahl der aufgeklärten Fälle 993 1.083
Anzahl der Verdächtigen 755 834
Anzahl der männlichen Verdächtigen 500 542
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 255 292
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 119 143

Quelle: Bundeskriminalamt

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