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Tragisches Silvester-Unglück in Bielefeld: Zwei 18-Jährige durch selbstgebaute Böller getötet

Zwei 18-Jährige sterben in der Silvesternacht in Bielefeld bei Explosionen selbstgebauter Böller. Die Polizei schließt Fremdverschulden aus. Der tragische Vorfall reiht sich ein in eine Silvesternacht mit zahlreichen Verletzten und Großeinsätzen der Einsatzkräfte bundesweit.

Die Polizei hat einen Verdacht auf eine Schussabgabe in Düsseldorf. (Symbolbild)
Foto: Friso Gentsch/dpa

Bielefeld/NRW – Die Silvesternacht 2025/26 in Deutschland hat ein tragisches Opfer gefordert: In Bielefeld sind zwei 18-jährige Männer bei Unfällen mit selbstgebauter Pyrotechnik ums Leben gekommen. Die Vorfälle ereigneten sich in der Nacht zum 1. Januar, wie Polizei und Einsatzkräfte bestätigten. 

Nach bisherigen Ermittlungen der Polizei hatten beide jungen Männer unabhängig voneinander selbstgebastelte Feuerwerkskörper gezündet, die unmittelbar vor ihren Gesichtern explodierten. In beiden Fällen seien die Opfer so schwer verletzt worden, dass sie tödliche Verletzungen erlitten. Die Beamten gehen aktuell nicht von Fremdverschulden aus und haben entsprechende Todesermittlungsverfahren eingeleitet. 

Ein Unfall ereignete sich auf einem öffentlichen Spielplatz, der andere im Stadtteil Brake. In einem Fall konnte der 18-Jährige noch vor Ort nur noch tot festgestellt werden, der zweite Mann starb trotz Reanimationsmaßnahmen im Krankenhaus. 

Diese Tragödien werfen ein erschütterndes Licht auf die Gefahren des unsachgemäßen Umgangs mit Pyrotechnik, vor allem wenn diese außerhalb der zugelassenen Kategorien selbst hergestellt wird. Selbst wenn Feuerwerkskörper in Deutschland an Silvester grundsätzlich erlaubt sind, gelten strenge Regeln – und schon bei kleinen Fehlern können Explosionen lebensbedrohliche Folgen haben. 

Silvesternacht geprägt von Verletzten und Einsätzen

Neben den beiden Todesfällen in Bielefeld kam es in der Silvesternacht in mehreren deutschen Städten zu zahlreichen Einsätzen von Polizei und Rettungskräften. In Berlin etwa wurden hundertfach Verstöße gegen das Sprengstoff- und Waffenrecht geahndet: mehr als 400 Personen wurden kurzzeitig festgenommen, nachdem Beamte wiederholt mit Böllern und Raketen attackiert worden waren. 

Auch Verletzte durch Feuerwerkskörper meldeten Krankenhäuser in mehreren Bundesländern. In Berlin-Marzahn wurden Dutzende Patienten mit teils schweren Handverletzungen behandelt; in anderen Orten kam es zu kleineren und größeren Bränden. 

Mahnung zur Vorsicht

Die tödlichen Unfälle zeigen erneut, wie riskant der Umgang mit illegaler oder selbstgebastelter Pyrotechnik sein kann. Experten und Behörden warnen seit Jahren vor solchen Mutproben, besonders unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die ohne Sicherheitskenntnisse mit Sprengstoffen experimentieren. Solche Aktionen können nicht nur zu schweren Verletzungen, sondern – wie in Bielefeld – zu tragischen Todesfällen führen. 

Die Ermittlungen der Polizei dauern an. Erste Details deuten darauf hin, dass beide Opfer keine fachliche Anleitung gehabt hätten und die Explosionen durch unsachgemäße Konstruktion der Feuerwerkskörper verursacht wurden. Die Behörden appellieren erneut an Bürgerinnen und Bürger, Feuerwerk nur in zugelassener Form und unter Beachtung der Sicherheitsbestimmungen zu verwenden. 

Ihr Newsflash24 Team – Wir berichten live über die neuesten Entwicklungen zu Silvester-Unfällen und Behördeneinsätzen. Bleiben Sie informiert.

Ricardo Bohn