Eine junge Inderin steht im Verdacht, ihren Verlobten während einer Wanderung absichtlich von einer Klippe gestoßen zu haben. Der Mordversuch, der bereits zuvor fehlschlug, soll aus Eifersucht und einem geheimen Verhältnis resultieren.
Verlobter stürzt tödlich von Klippe – Inderin im Visier der Ermittlungen

Am 18. Juni 2026 ereignete sich ein tragisches Verbrechen in der Nähe des Lohagad-Forts im indischen Bundesstaat Maharashtra, bei dem eine junge Frau ihren Verlobten, Ketan Agarwal, mutmaßlich absichtlich von einer Klippe gestoßen hat. Die Fallhöhe betrug etwa 120 Meter und der Vorfall geschah während einer Wanderung, die sie anlässlich ihres 20. Geburtstags geplant hatte.
Wiederholte Mordversuche und Motiv
Nach Angaben der britischen „Times“ war dies nicht der erste Vorfall dieser Art. Berichten zufolge hatte Siya Goyal, die 20-Jährige, bereits zuvor einen gescheiterten Versuch unternommen, ihren Verlobten von einer Anhöhe zu schubsen. Diese Handlung rechtfertigte sie mit der Behauptung, sie habe ihn vor einer Schlange schützen wollen. Nur wenige Tage nach diesem Vorfall wiederholte sie den Mordversuch jedoch mit tödlichem Ausgang.
Hintergrund der Beziehung
Goyal und Agarwal waren seit dem vergangenen Jahr in einer Beziehung und standen kurz vor einer arrangierten Hochzeit im November. Die Vorbereitungen waren bereits getroffen worden, einschließlich der Auswahl einer Hochzeitslocation und der Buchung von Privatjets für die Gäste. Die Familien der beiden sind wohlhabend und verfügen über langjährige Bekanntschaften.
Die heimliche Affäre
Im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus, dass Goyal eine geheime Beziehung zu Chetan Chaudhary, einem 22-Jährigen, pflegte. Es wird vermutet, dass sich die beiden verschworen haben, um Agarwal zu töten, damit Goyal ihre Romanze fortsetzen kann. Dies führte zu intensiven Diskussionen über die gesellschaftlichen Normen und den Druck, der mit arrangierten Ehen verbunden ist.
Ermittlungen und Geständnisse
Zunächst gab Goyal an, Agarwal sei beim Fotografieren ausgerutscht und gefallen. Diese Darstellung wurde von den Ermittlern als Unfall eingestuft, jedoch zweifelten die Angehörigen des Verstorbenen an dieser Version. Nach weiteren Ermittlungen und der Auswertung von Daten gestanden Goyal und Chaudhary schließlich die Tat. Polizeichef Sandeep Singh Gill gab bekannt, dass die gesammelten Beweise darauf hindeuten, dass Goyal Agarwal nicht heiraten wollte und stattdessen mit Chaudhary zusammen sein wollte.
Familienreaktionen und gesellschaftliche Diskussion
Die Familie von Goyal zeigte sich bestürzt über die Vorwürfe und erklärte, von der Beziehung nichts gewusst zu haben. Goyals Mutter äußerte sich, dass ihre Tochter im Falle einer Verurteilung an derselben Stelle wie Agarwal fallen sollte. Der Vorfall hat landesweit zu Diskussionen über arrangierte Ehen und den damit verbundenen Druck auf junge Frauen geführt. Ein Polizeibeamter bemerkte, dass Goyal Angst hatte, ihrer Familie Schande zuzufügen, was möglicherweise ihre Entscheidungen beeinflusste.
Die Mordermittlungen dauern an, während die Gesellschaft in Indien weiterhin über die Hintergründe dieser tragischen Tat nachdenkt.
Quellen: n-tv








