Die Polizei hat zwei polnische Staatsbürger festgenommen, die im Verdacht stehen, 244 Rinder in Brandenburg gestohlen zu haben. Die Ermittlungen umfassten umfangreiche Durchsuchungen und die Zusammenarbeit mit polnischen Behörden.
Viehdiebe nach Diebstahl von 244 Rindern in Polen und Brandenburg gefasst

Festnahme von Verdächtigen im Fall von Rinderdiebstählen
Die Polizei hat kürzlich zwei Männer festgenommen, die verdächtigt werden, in mehrere Rinderdiebstähle in Brandenburg verwickelt zu sein. Die Festnahmen fanden sowohl in Polen als auch an einer Raststätte im brandenburgischen Berstetal statt. Laut einer Sprecherin der Polizei handelt es sich um zwei polnische Staatsbürger im Alter von 46 und 41 Jahren. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) erhebt gegen sie den Vorwurf des schweren Bandendiebstahls.
Vorwürfe und laufende Ermittlungen
Die Verdächtigen sollen für mehrere Viehdiebstähle in Brandenburg verantwortlich sein. In einem Zeitraum zwischen März und Mai dieses Jahres haben sie Rinder in Viehtransporter geladen und nach Polen gebracht. Brandenburgs Innenminister, Jan Redmann (CDU), teilte mit, dass insgesamt 244 Rinder von Weiden und Ställen entwendet wurden. Gegenwärtig befinden sich die beiden Männer in Untersuchungshaft.
Durchsuchungen und gesammelte Beweismittel
Im Rahmen der laufenden Ermittlungen wurden in Zusammenarbeit mit polnischen Behörden mehrere Objekte in der Woiwodschaft Lebus durchsucht. Dabei stießen die Beamten auf mehrere mutmaßlich gestohlene Rinder sowie diverse Beweismittel. Um die Identität der Tiere zu klären, wurden von Amtstierärzten aus Deutschland und Polen Haarproben entnommen, die in Datenbanken abgeglichen werden sollen.
Einblicke in die Diebstähle
Die Verdächtigen sollen in vier getrennten Fällen Rinder gestohlen haben, wobei drei Diebstähle im Süden und einer im Westen Brandenburgs stattfand. Es wird vermutet, dass die Tiere nach dem Diebstahl umetikettiert und in Polen neu registriert wurden. Der Gesamtschaden, der durch diese Taten entstanden ist, wird vom Innenministerium auf etwa 335.000 Euro geschätzt.
Koordinierter Ermittlungsaufwand
Die Ermittlungen erforderten einen erheblichen Aufwand. Im Landeskriminalamt wurde eine spezielle Ermittlungsgruppe mit der Bezeichnung „Weide“ ins Leben gerufen, die aus acht Mitarbeitern besteht. Diese Beamten haben die Abläufe der Taten rekonstruiert und eng mit deutschen sowie polnischen Behörden zusammengearbeitet. Darüber hinaus wurden landesweit Schwerpunktkontrollen in Kooperation mit den Veterinärämtern durchgeführt. Ein Aufruf zur Zeugenbefragung führte zu einer „unteren zweistelligen Zahl an Hinweisen“, darunter auch Informationen über ein mutmaßlich eingesetztes Tatfahrzeug.
Reaktionen der Verantwortlichen
Innenminister Redmann lobte die hervorragende Arbeit der Ermittler auf beiden Seiten der Grenze und betonte, dass die monatelangen Anstrengungen nun Früchte tragen. Der Erfolg der Ermittlungen bringe den betroffenen Landwirten Gerechtigkeit und stärke die Sicherheit in Brandenburg. Agrarministerin Hanka Mittelstädt (SPD) betonte, dass die Rinderdiebstähle für die Betriebe sowohl emotional als auch wirtschaftlich belastend waren. Sie stellte fest, dass die verstärkten Kontrollen positive Auswirkungen gezeigt hätten.
Die Bedeutung des Viehdiebstahls
Polizeipräsident Oliver Stepien machte deutlich, dass Viehdiebstahl kein geringfügiges Vergehen darstellt und erhebliche wirtschaftliche Schäden für die Geschädigten nach sich ziehen kann. Der Erfolg dieser Ermittlungen unterstreicht die Wichtigkeit einer engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit über nationale Grenzen hinweg.
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Quellen: Tagesspiegel, B.Z.
Bildquelle: Bildquelle: Alexas_Fotos auf Unsplash
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